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Gestern, so gegen Abend, da meinte ich noch: “Von Westen kommt vielleicht irgendwas. Auch ‘ne Beschäftigung: Auf dem Balkon sitzen und die Regentropfen zählen. Bin schon bei 6. Nein, wartet: 7! Das wird ganz sicher noch richtig spannend – ob es wohl 10 werden?” Es wurden mehr, und zwar sehr viel mehr. Nämlich so ungefähr eine halbe Stunde vor Mitternacht, als das Unwetter so richtig lostobte. Mann, hat das gekracht! Schlafen konnte ich bei der Hitze sowieso nicht – tagsüber 34°C im Schatten und dann noch im OG wohnen … Ergo ging ich auf den Balkon und schaute mir die Lightshow von Mutter Natur an: Beeindruckend! Daneben stand die Kamera auf einem Stativ und zeichnete einiges auf. Bridges können normalerweise keine Dauerbelichtung. Aber sie können filmen und aus dem Film lassen sich Einzelbilder extrahieren. Auf diese Weise kommt man auch ohne DSLR an Blitzfotos. In groben Zügen sieht der Ablauf (unter Windows und mit Freeware) dabei ungefähr so aus:

1. Höchste Videoauflösung an der Kamera einstellen.
2. Die Kamera auf stabiles Dreibeinstativ stellen.
3. Einen geigneten Standort mit Schutz vor Wind und Regen suchen.
4. Kamera ausrichten.
5. Video einschalten.
6. Die Aufnahmelänge pro Filmchen möglichst auf max. 5 Minuten begrenzen, damit die spätere Bearbeitung nicht zu lange dauert (eine vielleicht nötige Konvertierung beansprucht dann pro Filmchen rund eine halbe Stunde).
7. Falls das Filmchen im AVI-Format vorliegt weiter bei Schritt 11.
8. Filmchen mit VLC ansehen und beurteilen, ob sich die Konvertierung überhaupt lohnt.
9. Wenn Blitze drauf sind, dann deren Zeitpunkt notieren.
10. Wenn sich die Konvertierung lohnt, dann mit XMedia Recode nach AVI konvertieren.
11. Kopie des AVI-Filmchens unter AVIdemux laden.
12. Hier alles außer dem erstem Blitz wegschneiden und den Kopieschnipsel (max. ca. 10 Sek. lang, NICHT LÄNGER!) unter anderem Namen speichern.
13. Den Kopieschnipsel unter “Free Video to JPG Converter” laden und alle Frames extrahieren (bei längeren Kopieschnipseln kann das die Festplatte hinrichten, denn es entstehen wahnsinnig viele Bilder mit entsprechend großem Speicherbedarf bis hin zu ein paar hundert Gigabyte).
14. Den extrahierten Frames die brauchbaren Bilder entnehmen; es handelt sich dabei um die Rohbilder.
15. So weiter verfahren: Alles bis zum nächsten Blitz wegschneiden, wieder Frames extrahieren usw.
16. Zuletzt die Rohbilder bearbeiten.

Ich hatte eine knappe Viertelstunde an Filmmaterial. Daraus sind hunderte von Frames extrahiert worden. Aus denen habe ich 27 Rohbilder entnehmen können. Nicht jedes Rohbild taugte auch zur Bearbeitung. Am Ende blieben nur 10 Bilder übrig und die Bearbeitung, um dorthin zu gelangen, hat etliche Stunden beansprucht. Die Mehrfach- oder Dauerbelichtung mit einer DSLR ist allemal einfacher! Aber so geht’s eben auch. Hier sind mal die drei besten Aufnahmen der Serie. Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!

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(Hinweis: Dieser Beitrag ist auch unter “Quergedacht! v4.0” erschienen.)

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