Zu meinem 60. Geburtstag hatte meine Große – gerade auch angesichts unserer unsäglichen, tagtäglichen (und nächtlichen) Arbeit mit den drei Pflegefällen – sich etwas ganz besonderes einfallen lassen. Sie, meine Jüngste, die Schwiegereltern sowie meine Schwägerin schmissen nämlich zusammen und heraus kam dabei eine Woche Halbpension auf Fuerteventura für meine Frau und mich: Danke an alle! Aber um die Urlaubsreise soll es jetzt nicht gehen; das ist ein ganzer Themenbereich für weitere Beiträge. Es soll um den Hinflug gehen, den ich dazu nutzte, 3D-Fotos über den Wolken zu machen. Da ich das früher schon mit mehr oder weniger wechselndem Erfolg praktiziert habe, ging es mir nun darum, das mal so semiprofessionell wie möglich anzugehen und rauszufinden, was man dabei eigentlich alles beachten muss. Das sind nämlich folgende Punkte:

1. Der Flug muss tagsüber stattfinden, damit genug Licht zum Fotografieren da ist.
2. Man benötigt im Flieger einen Sitzplatz links in Flugrichung am Fenster, damit die Aufnahmen in der erforderlichen Reihenfolge stattfinden können.
3. Besagter Sitzplatz muss sich entweder ganz weit vorne oder aber ganz weit hinten befinden, damit einem die Tragfläche nicht in die Quere kommt.
4. Zum “Knipsen” geht das Handy besser als jede Kamera, weil man dessen Linse direkt auf das (nicht beschlagene bzw. nicht vereiste) Kabinenfenster nageln kann.
5. Mit verschärfter Fingerakrobatik werden dann zwei Bilder vom gleichen Motiv schnellstmöglich unmittelbar nacheinander geschossen, um die (nach ihrer Bearbeitung) zum 3D-Foto zusammenfummeln zu können.

Das “schnellstmöglich” beim letztgenannten Punkt entscheidet nämlich über die Basisbreite der Aufnahmen und die wiederum über Plastizität und 3D-Effekt der Fotos. Da das Flugzeug sich sehr schnell (eigentlich viel zu schnell, aber runterfallen ist ja nicht so ganz angenehm) bewegt, ist die Basisbreite bei 3D-Bildern vom Flieger aus immer zu groß und die Bilder wirken wesentlich räumlicher als man das tatsächlich von oben her sieht. Ein Zeppelin wäre dafür folglich geeigneter. Macht aber nichts! Auf diese Art sind 17 3D-Bilder (Anaglyphenfotos) entstanden. Die Besten davon – nämlich ein Dutzend – will ich hier mal präsentieren. Sie zeigen den Flug von Hannover aus (bei strahlend grauem Himmel) über Deutschland, Frankreich, Spanien und (bei strahlend blauem Himmel) die portugiesische Algarveküste hinweg bis hin zum Vorbeiflug an (vermutlich) Gran Canaria. Zum 3D-Betrachten der Aufnahmen wird wie üblich eine handelsübliche Rot-Cyan-Anaglyphenbrille mit dem Rotfilter vor dem linken Auge benötigt und das Draufklicken stellt die Bilder groß in einem separaten Tab dar.

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(Hinweis: Dieser Beitrag ist auch unter “Quergedacht! v4.0” erschienen.)

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