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Hingucker-Bilder erzeugen Aufmerksamkeit. Warum? Weil ein erwartetes Motiv in unerwarteter Form abgebildet wird. So veranlasst man den Betrachter dazu, zweimal hinzusehen. Denn bei ersten Mal traut er seinen Augen nicht. Das erreicht man bspw. durch eine geeignete Perspektive. Eine andere Möglichkeit ist die Bildverfremdung. Dabei gibt’s verschiedene Verfahren. Eine sehr simple Methode, nämlich eine Variante der Color-Key-Technik, lässt sich in Windeseile mit der portablen Windows-Freeware IrfanView – die auch via WinE unter Linux läuft – realisieren. Zuerst benötigt man dazu das u. U. bereits fertig bearbeitete Originalbild.

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Das Originalbild: Seesand (Makroaufnahme).

Man lädt das Bild unter IrfanView und verändert mit “Bild/ Farben ändern” Farbe, Kontrast, Helligkeit so, wie man es für den Hauptteil des Bildes haben möchte. Diese Veränderung betrifft noch das gesamte Foto. Nun erst einmal abspeichen. Warum? Weil jeder nun folgende, versehentliche Mausklick die bisherigen Arbeitsschritte hinfällig werden lassen würde.

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Erster Verfremdungsschritt: Das komplette Bild wird farblich variiert.

Nun das Bild mit der Lupenfunktion soweit verkleinern, dass es komplett auf dem Bildschirm zu sehen ist. Mit “Bearbeiten/ Spezielle Markierung erstellen” wird eine Markierung gesetzt. Deren Außenrahmen mit dem Mauszeiger “anfassen” und im oberen Bilddrittel (oder Viertel) ein Rechteck aufziehen. Wieder “Bild/ Farbe ändern” wählen und all das, was sich in der Markierung befindet, farblich verändern. Kleiner Tipp am Rande: Mit einer Sättigung von “-255″ erhält man im markierten Bereich ein Graustufenbild. Außer “Bild/ Farbe ändern” kann man übrigens auch die in IrfanView eingebauten Filter auf den markierten Bereich anwenden (nicht jedoch extern eingebundene 8bf-Filter). Unbedingt wieder zwischenspeichern (zur Begründung vgl. oben).

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Zweiter Verfremdungsschritt: Ein Teil des Bildes ist jetzt eingefärbt worden.

Nun wiederholt sich das Spielchen: Erneut “Bearbeiten/ Spezielle Markierung erstellen” selektieren und eine zweite, zum vorausgegangenen Schritt passende Markierung erstellen. Nochmal mit “Bild/ Farbe ändern” bearbeiten und abspeichern – fertig!

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Dritter Verfremdungsschritt: Das fertig bearbeitete Foto.

Welcher Art die gesetzten Markierungen sind bleibt einem dabei selbst überlassen. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt! Das Ganze ist wirklich nur ein “Gewusst-wie” und eine Sache von Minuten.

(Hinweis: Dieser Beitrag ist auch unter “Quergedacht! v4.0” erschienen.)

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