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Manchmal ist es ganz reizvoll, Bildmontagen anzufertigen – und schwierig ist es eigentlich nicht; es handelt sich nämlich nur um ein “gewusst wie”. Ausgehend von zwei bereits fertig bearbeiteten Fotos werden dazu auch nur zwei portable Freewareprogramme benötigt, nämlich IrfanView und GIMP (beide laufen sowohl unter Windows wie auch unter Linux). Wie dabei vorzugehen ist, will ich einmal anhand der Montage einer an einer Rotkleeblüte sitzenden Elfe demonstrieren.

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Das Bild des Rotklees ist eines der beiden Quellbilder, und zwar das Basisbild. Es gibt die Größe der fertigen Montage vor.

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Das Bild der Elfe ist das zweite Quellbild, und zwar das Einfügebild. Bei einem geeigneten Einfügebild gilt es, ein paar Kleinigkeiten zu beachten:
- Es muss groß genug sein (verkleinern kann man immer, vergrößern ist problematisch).
- Es sollte möglichst einen einfarbigen Hintergrund aufweisen, damit es ohne störende Artefakte freigestellt werden kann. Ist das nicht der Fall, dann muss das Einfügebild entsprechend vorbereitet worden sein – die portable Windows-Freeware InstantMask (kommt zwar als Installer, läuft anschließend aber portabel) hilft dabei. Dennoch ist das gerade bei komplexe Hintergründen mitunter recht arbeitsaufwendig, weil im freigestellten Bild störende Pixel am Rand manuell entfernt (d. h. übermalt) werden müssen, und zwar Pixel für Pixel einzeln. So etwas dauert!

Gehen wir der Einfachheit halber nachfolgend also davon aus, dass beide Quellbilder bereits fertig bearbeitet zur Verfügung stehen. Nun wird das Basisbild unter IrfanView geladen und mit “Bearbeiten/ Spezielle Markierung erstellen/ Freistellen” wird ermittelt, wie groß der Einfügebereich (in Pixeln) sein soll. NICHT speichern, sondern nur diese Maße notieren! Nun das Einfügebild unter IrfanView laden und mit “Bild/ Größe ändern” auf ungefähr die ermittelten Maße skalieren, danach abspeichern. Die Größe des Einfügebildes korreliert jetzt perfekt mit der Größe des Basisbildes.

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Nun kommt GIMP zum Einsatz. Zunächst das Basisbild und danach das Einfügebild unter GIMP laden und das Auswahlwerkzeug (“Zauberstab”) aktivieren. Damit in den einfarbigen Hintergrund des Einfügebildes klicken und anschließend “Auswahl/ Invertieren”, gefolgt von “Bearbeiten/ Kopieren” wählen. Dadurch bringt man die freigestellte Auswahl in die Zwischenablage. Das Einfügebild wird jetzt nicht mehr benötigt und kann geschlossen werden, so dass nur noch das Basisbild zu sehen ist.

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Weiter geht es mit dem Basisbild: “Bearbeiten/ Einfügen als/ Neue Ebene” platziert die Auswahl in der linken oberen Ecke des Basisbildes. Dort gehört sie aber nicht hin. Daher das Verschiebewerkzeug (“Doppelkreuz”) aktivieren, in die Auswahl klicken und sie bei gedrückter Maustaste dorthin ziehen, wo sie am besten hin passt. Ideal sieht das noch nicht aus, denn da sind i. d. R. noch Artefakte, also Bildteile, die da nicht hingehören, verblieben. Macht aber nichts; um die kümmern wir uns später. Jetzt erst einmal “Ebene/ Nach unten vereinen” sowie danach “Datei/ Exportieren” wählen und dabei einen abweichenden Dateinamen vergeben: Die Grobmontage ist schonmal da!

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Es folgen die Feinarbeiten, weil Einfügungen niemals so richtig perfekt passen. Dazu das Basisbild (ohne die Einfügung) erneut laden und das Markierungswerkzeug (“Lasso”) selektieren. Damit den Bereich, der später die Einfügung zum Teil überdecken soll (damit es echter aussieht), markieren. Anschließend “Bearbeiten/ Kopieren” wählen.

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Nun das zuvor montierte Bild (also die Grobmontage) erneut laden. Mit “Bearbeiten/ Einfügen als/ Neue Ebene” wird der Korrekturausschnitt wieder in die linke, obere Ecke eingefügt. Nochmal das Verschiebewerkzeug (“Doppelkreuz”) aktivieren und die (Korrektur-) Einfügung dorthin schieben, wo sie die Artefakte überdeckt. Mit “Ebene/ Nach unten vereinen” sowie “Datei/ Exportieren” (dabei einen abweichenden Dateinamen vergeben) sichert man das Bild: Fertig!

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Und so sieht die fertige Montage hinterher aus: Eine Viertelstunde an Arbeit. Selbstverständlich lassen sich mit dieser Vorgehensweise auch noch ganz andere Spielereien realisieren, vor allem dann, wenn man bei der Einfügung auch noch mit der Transparenz herumspielt. Aber den Arsch mit Ohren in Form gewisser Politiker habe ich wohlweislich vermieden um keine juristischen Probleme zu bekommen!

(Hinweis: Dieser Beitrag ist auch unter “Quergedacht! v4.0” erschienen.)

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