hoelle

Ergänzend zu dem Grippe-Beitrag habe ich hier noch ein “Marke-Eigenbau”-Hausmittel, auf das ich schwöre. Klopft jeden Erreger so gründlich platt, das der hinterher nicht mal mehr ausgestopft werden kann. Was ich allerdings auch nur im alleräußersten Notfall einsetze, weil es sich um eine Art von kulinarischer Hölle handelt, die selbst einem so genanntem “Chili Head” einiges abverlangt. Daneben macht sich das Rezept prima zu Grill-Feten und ist ein echter Party-Kracher. Man sollte lediglich ein Telefon griffbereit haben, damit die Angehörigen des Opfers notfalls ganz schnell die 112 wählen können.

Das Rezept ist super-einfach und ihr benötigt nur zwei Zutaten, nämlich eine Knoblauchzehe und Bhut oder Naga Jolokia (für die, denen das unbekannt ist: Eins der schärfsten Chilis der Welt; darf nicht ins Flugzeug mitgenommen werden da als Waffe einsetzbar; Hautschutz sowie Schutzbrille nötig und in Afrika vertreibt man damit Elefanten). Die Knofi-Zehe sauber machen und längs durchschneiden. Dann die beiden Zehenhälften komplett mit dem Jolokia-Chili bestreuen. Aufessen! Dabei gut durchkauen. Schmeckt übrigens prima würzig, sofern man nicht das Bewusstsein verliert.

Was passiert ist Folgendes: Zuerst ätzt einem das Zeug Löcher in die Zunge. Zeitgleich werden Geschmacksnerven und Schleimhäute gründlich verödet. Die dabei auftretende Panikattacke bekämpfen. Dann verwandeln sich Augen, Nase, Mund und Ohren in einen äußerst ergiebigen Wasserfall, der rund zehn Minuten lang anhält und alles so richtig durchspült. Parallel dazu baut sich ein Hustenanfall auf, der einem die Lunge nebst aller darin enthaltenen Erreger aus der Brust bläst. Das ist sozusagen die “Grundreinigung”: Bei den Viren denaturieren die Eiweiße und Bakterien erleiden einen explosiven Zelltod. Nach dem Runterschlucken explodiert im Magen eine Wasserstoffbombe und sorgt für die Desinfektion vom vielleicht noch übrig gebliebenen Rest des Körpers.

Wenn man das überlebt haben sollte, dann möbelt das Zeug mächtig auf, ungefähr wie ein doppelter Espresso sehr schwarz und intravenös! Vergesst also Koks und die ganze Amphetamin-Moppelkotze, denn das hier hält euch stundenlang wach, ist vollkommen legal und dazu noch urgesund. Ein besseres Mittel gegen jegliche Form von Erkältungskrankheiten gibt es nicht. Allerdings sollte man würziges Essen schon mögen … :lol:

2 Antworten auf Kulinarische Hölle

  • Soeckchen sagt:

    Ich würde noch etwas Ingwer mit Schale drüberraspeln. Die im Ingwer enthaltenen Scharfstoffe sorgen nicht nur für das Aktivieren der Wärmerezeptoren, was das Wohlbefinden fördert, sondern haben auch eine schmerzlindernde Wirkung. Die Scharfstoffe weisen die gleiche Wirkung wie Acetylsalicylsäure auf, die auch in vielen Kopfschmerztabletten enthalten ist. Zudem ist Ingwer gesund, da er ätherische Öle, Mineralien und Vitamine enthält. So hilft die Pflanze nicht nur bei Reisekrankheit oder Muskelschmerzen, sondern auch bei einer Erkältung oder einem leichten Fieber. Vor 5000 Jahren war Ingwer schon das “Penicillin der Antike”.

  • flurdab sagt:

    Jedenfalls wird man sich nachdrücklich “Lebendig” fühlen. :lol:

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