Bespitzelung

“Wir müssen uns damit abfinden, in einem Überwachungsstaat zu leben.”
(Bruce Schneider, US-amerikanischer Kryptologe und Sicherheitsforscher)

Nach den Schnüffelaktionen mit PRISM (NSA, USA) und Tempora (GCHQ, Großbritannien) ist viel Gerede um den Datenschutz zu hören. Auftrieb hat das Thema durch die Schnüffel-App “What’s App”, die das Smartphone in eine VIBS-Wanze verwandelt (VIBS = Von Irgendwem Bezahlter Spitzel) und die WhatsApp-Übernahme durch Facebook erhalten. Ist ja auch nicht gerade schön, wenn man so direkt abgehört wird. Doch ist das direkte Abhören eigentlich wirklich notwendig? Eigentlich nicht. Weil auch die Meta-Daten hinreichend viele Rückschlüsse bis hin zur persönlichen Identifikation und nicht zuletzt die Grundlage zur Verhaltensbeeinflussung enthalten. Geht nicht, denkst du? Geht doch – und zwar ganz einfach. Aber fangen wir am Anfang an.

hilft

Kürzlich hatte ich ein Gespräch mit meiner Hausbank. Mein Datenbestand musste aktualisiert werden, denn der war noch Stand 1998. Ist inzwischen ja bereits ein paar Tage her … Jedenfalls: Mir wurde etwas geraten. O-Ton: “Wissen Sie, diese Scheiß-NSA höängt ja überall drin. Die müssen sowas von die Schnauze voll kriegen, dass die ihren Job freiwillig hinschmeißen! Am besten, Sie verwenden bei jedem Telefonat, jedem Internetschriftverkehr und wann immer es passt Begriffe wie Al-Quaida, Osama Bin Laden, Terror, Bomben, Raketen, Panzer, Atomwaffen usw. Wir machen das auch. Wenn das jeder macht – und das sollte wirklich ausnahmslos jeder machen; sprechen Sie bitte auch andere Leute darauf an – dann können die Amis diesen Scheißladen wegschmeißen!” Soweit der gutgemeinte Rat meiner Hausbank, den ich hiermit wirklich von Herzen gerne weitergebe. Mehr noch: Um meinen Lesern die Sache etwas zu vereinfachen, habe ich eine kleine Liste von Begriffen zusammengesucht, die zumindest bei NSA und regelmäßiger Verwendung dazu angetan sein dürften, dort entweder Arbeitsplätze zu sichern oder aber den Anteil psychischer Erkrankungen in die Höhe zu treiben. Als da wären:

Stell’ dir vor, du kaufst einen Computer von der Stange. Da ist ein Windows-System drauf. Das BIOS dieses Computers ist so gestrickt, dass du Linux auf der Kiste nicht mehr zum Laufen bekommst. Nur noch das Ab-Werk-Windows. Und nun stell’ dir noch vor, dass in besagtem Computer ein Aufpasserchip namens “Trusted Computing Module (TPM)” integriert ist. Der erlaubt nicht nur Microsoft, ohne dein Wissen beliebig in deinem Rechner rumzufummeln, ohne dass du irgendwas davon bemerkst, sondern er gestattet das auch der NSA, weil die von Microsoft den Schlüssel dafür bekommen hat. Pikanterweise wird der Chip jetzt aber in China gefertigt und der Schlüssel zur Fernsteuerung auch dort erst nach der Fertigung auf den Chip übertragen. Selbstverständlich machen sich die Chinesen keine Kopie dieses Schlüssels, nein, denn die sind ja sowas von Grund auf ehrlich und altruistisch eingestellt … Es soll hier ja auch niemandem etwas unterstellt werden!

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