Bildverarbeitung

Wenn es draußen regnet, dann ist es genau die richtige Zeit, um drinnen mal was auszuprobieren. Ausprobiert habe ich Pseudo-HDR-Bilder (immer mal so zwischendurch in einer ruhigen Minute). D. h. es wurde das Originalbild genommen, mit Photoscape dessen Farbkurve leicht verzerrt oder aber alternativ das Bild mit JPG Illuminator bearbeitet und das dann als Kopie abgespeichert. Mittels easyHDR erfolgte anschließend das Zusammensetzen beider Bilder zum Pseudo-HDR-Bild nebst HDR-Bearbeitung. Die Ergebnisse sind – na ja – auf jeden Fall schonmal schön bunt. Das die unecht aussehen braucht mir auch niemand zu sagen. Aber irgendwie reizvoll sind solche Aufnahmen aufgrund ihrer Plastizität allemal, zumal man damit dem Strand auf Fehmarn sogar einen gewissen Südsee-Look verleihen kann (fehlen nur noch die Palmen). Dabei musste ich feststellen, dass sich längst nicht jedes Bild auch für diese Verfremdung eignet. Zunächst einmal ist eine Auswahl dahingehend zu treffen, als dass Wolken- und Wasserstrukturen die Motive bilden. Damit kann man es versuchen. Dennoch ist erfahrungsgemäß etwa jedes vierte so bearbeitete Bild ein Fall für die Tonne. Wer’s nachmachen will: S. o., geht ganz einfach! Hier sind mal zehn Aufnahmen aus der Kategorie “Farbtupfer an einem grauen Tag”. Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!

Der Kontrastumfang – u. d. h. der Helligkeitsbereich von sehr dunklen bis hin zu sehr hellen Flächen – von Bildern einer Digitalkamera kann mit dem Kontrastumfang der Netzhautabbildung im menschlichen Auge nicht konkurrieren. Knallige Farben und ein dramatischer Bildeindruck bleiben daher beim normalen Foto (auch LDR-Foto genannt) leider nur allzu oft auf der Strecke. HDR (das steht für High Dynamic Range) wirkt dem entgegen, indem ein Fotos aus mehreren, i. d. R. unterschiedlich belichteten, Aufnahmen zusammengesetzt wird, um ein hohes Kontrastverhältnis künstlich herzustellen. So ein Bild erhält einen beeindruckenden, allerdings auch unnatürlich plastisch erscheinenden Look. Die Grenze zwischen bunt und interessant zu treffen ist dabei eine Gratwanderung. HDR-Fotos sind aber, sparsam eingesetzt, wie das Salz in der Suppe.

Wenn man zwei (oder mehr) deckungsgleiche Bilder hat, dann lassen sich aus denen mit Hilfe von Überlagerungstechniken wie z. B. HDR mitunter unglaubliche Effekte herauskitzeln. Zwei deckungsgleiche Bilder erhält man, wenn man ein statisches Motiv unter Verwendung eines feststehenden Stativs abfotografiert und die Aufnahmen dabei unmittelbar hintereinander macht. Ich habe schon Fotografen erlebt, die u. a. deswegen grundsätzlich ein Stativ mitschleppen. Mir ist das viel zuviel Aufwand (ein gutes Stativ ist irgendwo immer auch etwas sperrig und schwer), weswegen ich Freihandfotos bevorzuge. Nur manchmal brauche ich eben auch zwei dekungsgleiche Bilder. Mit der Freihand-Technik ist das nicht möglich. Doch man kann zwei unmittelbar hintereinander weg geschossene Aufnahmen des gleichen Motivs durchaus manuell deckungsgleich ausrichten. Wie das funktioniert will ich mal kurz anhand von der Freeware THE GIMP beschreiben. Es mag gut sein, dass es dazu noch andere (und einfachere) Verfahren gibt, doch die hier beschriebene Methode funktioniert immer und äußerst zuverlässig, sowohl unter Windows wie auch unter Linux.

Bilder zerschneiden, auf elektronischem Wege – warum sollte man das tun? Es gibt zwei Gründe dafür, warum man manchmal nicht drumherum kommt. Einerseits, wenn es gilt, böse zu tricksen, um ein System zu überlisten, welches Bilder nur wirklich mickrig skaliert darstellt und wo man als Anwender keine Möglichkeit hat, irgend etwas vom Backend aus zu verändern. Das TYPO3, auf dem ich die Seite der Siedlergemeinschaft Lauenau pflege, ist so ein Fall. Andererseits kann das Zerschneiden notwendig werden, wenn man aus einer Panoramaaufnahme zusammen zu setzende, einzelne Standardbilder als Abzüge benötigt. In beiden Fällen muss allerdings absolut pixelgenau geschnitten werden und damit sind die meisten Bildbearbeitungsprogramme bereits überfordert. In diesem Sinne fällt all das, was nun folgt, gewissermaßen in die Rubrik “Basteln mit Bildern”.

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Hin und wieder mache ich aus meinen Fotos ja Diashows. Hin und wieder präsentiere ich die auch vor Publikum, mitunter öffentlich. Bislang ist so etwas immer recht gut angekommen – nicht zuletzt deswegen, weil in eine ordentliche Diashow auch ordentlich Arbeit investiert werden muss. Dazu gab’s HIER und HIER ja schonmal ein paar Anmerkungen. Kürzlich habe ich mir dann eine so genannte “Diashow” mit Urlaubsbildern von Bekannten antun müssen: WÜRG! Die Bilder schief, Suchbilder, keine Ausschnitte, vermasselte Aufnahmen, lieblos-langweilige Aneinanderreihung von Geknipse, flaue Farben, Belichtung war Glückssache, der “Goldene Schnitt” war unbekannt, keinerlei Beschriftungen, dafür aber umso mehr sinnfreies Gelabere … Nee, echt jetzt: Diashow geht wirklich anders! Wie anders, das will ich hier noch einmal ergänzend zu den beiden oben verlinkten Beiträgen Schritt für Schritt darlegen, damit es auch verständlich wird.

Mit der Bildschärfe ist das ja immer so eine Sache. Gerade bei der Tierfotografie muss es i. d. R. sehr schnell gehen. Da bleibt nicht viel Zeit, um die Kamera großartig einzustellen. Ich meine, welcher vorbeifliegende Vogel bleibt schon so lange in der Luft stehen, bis man die Knipskiste scharfgestellt hat? Oder welcher Waschbär unterbricht seine Flucht vor der Waschbärenscheuche so lange, bis der Fotograf endlich soweit ist? Das Ergebnis sind verwackelte oder unscharfe Bilder. Man kann dieses Problem halbwegs minimieren, wenn man sich mit justierter Kamera in den Schärfenbereich hinein bewegt. Aber auch das erfordert viel Übung und gerät schnell zum Glücksspiel. Hinterher hat man dann vielleicht fünf Fotos, von denen wenigstens eins scharf ist. Aber auf den anderen vier Bildern ist das Motiv besser drauf oder mehr Action zu sehen oder so: Bähhh!

Die Fotos aus dem vorausgegangenen Beitrag verführen zum “Spielen”. Und zwar zum Spielen in Form von Überlagerungen, um mehrere Blitze auf ein und das gleiche Bild zu bekommen. Ich habe das mit GIMP mal ausprobiert. Möglich ist die Überlagerung ohnehin nur deswegen, weil alle Fotos mit Stativ aufgenommen exakt den gleichen Ausschnitt zeigen und sich der Wind dabei doch (noch) sehr in Grenzen hielt, so dass Unschärfen aufgrund von Windbewegungen auch weitestgehend ausgeschlossen sind. Für die Überlagerung wurden drei Fotos mit besonders gelungen Blitzen ausgewählt. Diese Bilder mussten zunächst im Originalformat (denn nur dann funktioniert die spätere Überlagerung wirklich perfekt) hinsichtlich Ausleuchtung, Sättigung, Kontrast usw. optimiert werden. Das geschah mittels JPG Illuminator. Erst dadurch stand das Rohmaterial zur Überlagerung zur Verfügung.

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