Bildverarbeitung

Mal wieder – in einer schwer erkämpften stillen Stunde – was ausprobiert. Was geschieht eigentlich, wenn man in einem x-beliebigen Grafikprogramm ein vorhandenes Bild nimmt und sich dann hemmungslos mit den Farbeinstellungen (keine Filter!) austobt? Geht so: Zuerst natürlich das Foto aufnehmen. Anschließend ganz normal hinsichtlich Helligkeit, Kontrast, Schärfe, Sättigung, Bildauschnitt usw. bearbeiten. Normalerweise wäre die Aufnahme jetzt fertig. Es folgt das Austoben: Invertierung, Gammakorrektur, Kurvenverzerrung usw., je nach Bild unterschiedlich. Dabei rausgekommen sind im Falle des vorliegenden Versuchs ein paar – wie ich finde – ganz interessant aussehende Farbkleckse.

klex1

klex2

klex3

klex4

klex5

Retuschierarbeiten bei Fotos sind nicht ohne, vor allem dann, wenn man Feinheiten berücksichtigen will. Bei kleinen Artefakten im Bild – d. h. kleinen Bildteilen, die man nicht haben will, funktioniert das mit dem Bildstempel noch einigermaßen. Bei größeren Objekten ist das aber eine langwierige Arbeit für einen, der Mutter und Vater erschlagen hat. Für spezielle Artefakte – Drähte, Leitungen, Unreinheiten auf der Haut usw. – existieren etliche 8bf-Photoshop-Plugins (die sich ja bekanntlich zum überwiegenden Teil auch in andere Grafikprogramme einbinden lassen), mit denen sich so etwas beseitigen lässt. Nur eben hatte ich bis jetzt vergeblich nach einem allgemein einsetzbaren Tool gesucht. Bis heute. Da fand ich die Freeware “WireWorm” bei Chip. Nicht gerade neu, weiß ich. Das Tool kommt, wenn man “Manuelle Installation” wählt, als ZIP-Archiv. Einfach entpacken. Benötigt werden nun lediglich die beiden Dateien “wireworm.8bf” (das eigentliche Programm) sowie “wireworm.chm” (die Bedienungsanleitung). Die schiebt man in den Ordner, in dem man seine 8bf-Filtersammlung vorhält. Was kann das Tool? Das lässt sich anhand der drei folgenden Aufnahmen beurteilen.

Manchmal macht es einfach Spaß, so genannte Blickfänge zu konstruieren. Hin undwieder mache ich das ja auch – bloß beschrieben habe ich offensichtlich noch nicht, wie das geht. Das wird jetzt nachgeholt. Blickfänge zu konstruieren lässt sich mit Hilfe einer simplen Bildmontage recht leicht bewerkstelligen. Ihr braucht dazu
- ein Hintergrundbild, welches größer als das Vordergrundbild ist,
- ein Vordergrundbild, dessen Bildaussage möglichst im kompletten Gegensatz zum Hintergrundbild steht,
- ein Grafikprogramm (hier im Beispiel: GIMP, aber andere funktionieren fast genauso),
- etwas Geduld.
Das Vordergrundbild sollte dabei so beschaffen sein, dass sich ein Stück herausschneiden und durch das Hintergrundbild ersetzen lässt – also bspw. eine Öffnung, eine Höhle, Baumschlaufen, ein Durchgang oder irgend so etwas. Wie fängt man an? Zunächst sucht man die beiden Bilder aus. Im vorliegenden Fall handelt es sich um einen Südseestrand (Google-Download) und um den zugefrorenen Langenfelder Wasserfall (eigene Aufnahme vom 12.02.2012).

Die Vignettierung ist ein wirklich äußerst lästiger Fehler, der manchmal bei Fotos auftritt (gehäuft bei Handys und Cams). Man versteht darunter eine Abschattung des Bildrandes. Das hat physikalisch-optische Gründe. Bloß: Es sieht einfach nur hässlich aus! Eine Vignettierungskorrektur ist aber möglich, und zwar mit mehreren verschiedenen Verfahren. Am einfachsten funktioniert es m. E. noch mit der portablen Freeware JPG Illuminator, welche als Windows-Programm über WinE auch unter Linux läuft. Wie das mit der Vignettierungskorrektur geht will ich einmal anhand eines Beispiels zeigen.

vikorr
Eine Aufnahme im Yosemite: Vignettierungskorrektur vorher und nachher.

Ich hoffe, ihr habt alle einen guten Rutsch ins neue Jahr 2017 gehabt! Heute zum Neujahrstag mal nur ein Beitrag als kleines Lebenszeichen, und zwar eine Verfremdung von Fotos. Oder, anders gesagt: Die Color-Key-Technik einmal etwas anders! Normalerweise funktioniert die Color-Key-Technik ja so, dass man einen Bildteil (i. d. R. das Hauptmotiv) farbig belässt, während man alles andere schwarzweiß (bzw. in Graustufen) einfärbt. Aber warum eigentlich schwarzweiß? Wenn man nämlich ein Bild nimmt und dessen Farbkurven verzerrt, dann kommt es zur farblichen Verfremdung mit Resultaten von poppig bis gruselig. Könnte man nicht exakt dieses Verfahren auch mit der Color-Key-Technik kombinieren? Kann man! Ich hab’s mal mit GIMP ausprobiert.

ikd1

Ich hatte unseren Kater so gegen 06:00 Uhr raus in die lebensfeindliche Umwelt gelassen. Um 07:30 Uhr kam er wieder rein und beschwerte sich lautstark darüber, dass draußen -6°C sind – und zwar mir gegenüber so ziemlich Auge in Auge, denn das macht er immer, wenn er ernstgenommen werden will. Das war zugleich auch ein sehr schönes Fotomotiv. Folglich schnell zur Kamera gegriffen und drei Bilder gemacht. Aber: Das war bei Kunstlicht! Auf den Blitz hatte ich wohlweislich verzichtet, denn Blitzlicht nachtaktiven Tieren gegenüber zu verwenden, trägt m. E. schon Züge von Tierquälerei! Kunstlicht bedeutete automatisch natürlich auch Farbstich. Und den habe ich versucht zu minimieren. Ich glaube, einen Königsweg zur Beseitigung von Farbstichen gibt es nicht. Weil jede künstliche Beleuchtung anders ist. Im vorliegenden Fall hat es sich um LED-Licht vom Typ “warmweiß” gehandelt. Ich musste etwas rumprobieren, glaube aber, dass das Resultat zwar nicht optimal, aber doch ganz ordentlich geworden ist. Zum Einsatz gelangten dabei drei Freeware-Programme, nämlich Photoscape, JPG Illuminator und GIMP. Die Vorgehensweise, die mir optimal erschienen ist, will ich hier mal kurz vorstellen.

Nachfolgend findet ihr ein paar Quick-and-Dirty-Fotomontagen, bei den ich meine Aufnahmen vom Jahrhundertmond sozusagen tricktechnisch “verwurstet” habe, frei nach dem Motto “ein Bild lügt mehr als tausend Worte“. Bloß um mal zu sehen wie so etwas wirkt. Die ersten beiden Aufnahmen sind Spielereien mit den Dimensionen, mit den Größenverhältnissen – da bildet die Erde den Trabanten des Mondes. Die beiden folgenden Bilder zeigen absolut unmögliche Sonnenfinsternisse. Bei allen vier Montagen sind die Montagepartner Downloads von Google. Lediglich beim fünften Bild – dem überdimensionalen Mond über dem Weserbergland, vom Deister aus gesehen – entstammen alle Bildkomponenten meinen eigenen Knipsereien. Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!