Chili

So, und nun sind meine Chilis endgültig alle befallen – nämlich von Blattläusen und Weißer Fliege. Wo sind eigentlich die Marienkäfer in ihrer Funktion als Biokiller, wenn man sie mal wirklich braucht? Die letzten Blumenpott-Chilis drinnen in der Wohnung habe ich gestern entsorgt, nach der Noternte. Vor vier Tagen noch gar nichts und gestern klebte alles von dem Viehzeug. Ich möchte wirklich mal wissen, wo das herkommt! Vermutlich entsteht es durch permante Neuschöpfung quasi aus dem Nichts! Die beiden Kästen auf dem Balkon weisen auch Befall auf, aber bei den größeren Pflanzen hält sich der noch in Grenzen. Die kleinen Pflanzen dagegen sind zum Mikrobiotop mutiert. Egal, denn da sind zusammen ohnehin nur noch fünf Früchte dran, die sich angesichts der nasskalten Witterung schon seit über zwei Wochen beharrlich weigern, endlich abzureifen!

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Was macht man mit einer guten Tomaten- und Chiliernte? Chili con Carne, klar! Aber so ganz standardmäßig wollte ich das auch nicht haben, weil mich das an Dosenfutter erinnert. Außerdem waren da neben meinen “richtigen” Chilis noch relativ viele und relativ milde Blumenpott-Chilis, die auch mal verwertet werden sollten. Die Recherche im Internet erbrachte zahllose, hochinteressante Rezepte und der “Coffee Chili” sagte mir dabei ganz besonders zu. Aber der Aufwand … Und die Zeitdauer … Geht’s nicht auch etwas einfacher und schneller?

Die Gartensaison neigt sich dem Ende zu und so einiges an Erntegut muss haltbar gemacht werden. Ergänzend zum Einlegen in Öl will ich daher hier mal das altbekannte Säuern, auch als “sauer Einlegen” bezeichnet, in Form einer kleinen Anleitung beschreiben. Falls das irgendjemandem bekannt vorkommen sollte: Ja, stimmt! Die Urfassung davon wurde nämlich vor Jahrzehnten mal in der Hobbythek präsentiert (genauer: WDR-Hobbythek Nr. 88 vom 08.10.1982). Ich hab’s dann ein paarmal nachgemacht und siehe da: Es funktioniert sehr gut! Wie also geht das jetzt im Detail?

Das Standardkonservierungsverfahren für Pflanzenmaterial ist eigentlich die Trocknung. Jedoch lassen sich nicht alle Pflanzen auch problemlos trocknen. Hier kann das Einlegen u. U. eine Alternative sein. Dabei ist zwischen dem Einlegen in Öl und dem Säuern zu differenzieren. Nachfolgend soll das Einlegen in Öl beschrieben werden.

Das Einlegen in Öl empfiehlt sich für fleischiges Material, welches zwar saftig ist, aber beim Zerkleinern gerade noch nicht oder nur sehr wenig tropft, also bspw. Peperoni, Paprika, Chili u. ä. Zunächst muss ein Großteil des Fruchtwassers entfernt werden, da dieses andernfalls im Laufe der Zeit austreten und zur Schimmelbildung führen würde. Dabei entsteht unter dem Öl eine etwa fingerdicke Wasserschicht und von da aus breitet sich dann der Schimmel aus. Das gilt es also unbedingt zu vermeiden.

Ich brauche mal wieder eure Hilfe. Was ist das auf den Bildern unten? ‘Ne Fliege, klar. Aber so eine – Länge rund 1cm mit Vorderleib in metallicblau und Hinterleib in metallicrot – habe ich noch nie gesehen. Es scheint sich auch nur um ein einzelnes Tier zu handeln. Das besucht regelmäßig ausschließlich meine Chilis und keine einzige andere Pflanze. Doch ein Einzeltier dürfte da kaum Schaden anrichten, denke ich mal. Kann mir jemand sagen, was das für eine “Chilifliege” ist? (Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!)

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Die Küche riecht wie nach einem Pfefferspray-Einsatz, aber blumig-aromatischer. Was war passiert? Eigentlich gar nichts weiter. Eigentlich habe ich heute nur meine zweite Chili-Ernte eingefahren und verarbeitet. In Summe sind’s jetzt 26 Früchte und – hab’ nachgezählt – genau 40 sitzen an den Pflanzen noch dran. Aber das restliche Zeug muss erstmal noch wachsen und reifen. Immerhin reichen mir die bisherigen 26 Früchte schon für sehr lange Zeit aus – nämlich für deutlich länger als ein Jahr, weil ich der Einzige in unserer Familie bin, der es mit Reaper, Scorpion, Ghost Pepper und 7Pot aufnimmt.

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Die Augen brennen und tränen, denn die Schutzbrille ist luftdurchlässig gewesen. Der Hals ist kratzig und der zugehörige Husten ebenso. Die Nase fühlt sich an, als wäre sie mit Schwefelsäure gespült worden und dabei habe ich doch nur ganz wenig und ganz flach geatmet. Die Fingerspitzen kribbeln, weil die Handschuhe nicht alles abgehalten haben. Was ist passiert? Ich habe gerade meine erste Chili-Ernte eingefahren und verarbeitet, nämlich 13 Früchte unterschiedlichster Größen umfassend. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Da hatte ich bei der letztjährigen Ernte nämlich nicht dran gedacht. Klar, der Saft löst Latex, Vinyl und Nitril in Windeseile auf. Deswegen verwende ich ja auch PE-Handschuhe für sowas.

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