Freeware

Am Samstag bei EXPERT kam da dieser Opa an. Er hatte zwei Handys mit und fragte die Verkäuferin (ein junges Mädchen): “Und wie kriege ich jetzt die Kontakte von meinem alten auf das neue Handy? Brauche ich dazu ein Kabel, um beide Smartphones zusammen zu stöpseln und dann geht das automatisch oder wie?” Die Verkäuferin blickte gequält-entnervt. Ich auch. Zusammen versuchten wir dann, dem Opa klarzumachen, dass es so einfach nicht funktioniert. Ich riet ihm, die Datensicherung seiner Kontaktliste auf dem alten Handy mit dem MyPhone Explorer und über den PC zu machen. “Davon habe ich keine Ahnung. Davon will ich auch gar nichts wissen“, meinte er nur lapidarisch und verzog sich ungehalten in Richtung Info. Die Verkäuferin und ich schauten uns an. Sie schüttelte mit dem Kopf und ich zuckte mit den Schultern. Für alle die, die davon etwas wissen wollen, präsentiere ich hier mal eine Kurzanleitung. Bei der setze ich voraus, dass auf dem Windows-PC der MyPhone Explorer Server und auf beiden Android-Smartphones der MyPhone Explorer Client bereits installiert sind (alles Freeware) und sowohl PC wie auch Handys bereits einmal miteinander verbunden waren. Die Vorgehensweise zur Sicherung der Kontakliste ist wie folgt.

Braucht die Welt wirklich noch einen weiteren ImageViewer? Eigentlich nicht, zumal aktuelle Betriebssysteme so etwas doch schon von Haus aus beinhalten wie bspw. die Windows-Bildanzeige. Auf der anderen Seite aber lässt sich immer mal wieder etwas verbessern. Gerade die erwähnte Windows-Bildanzeige kommt doch ziemlich spartanisch daher, weswegen ich stattdessen bisher lieber auf die portable Freeware HoneyView gesetzt habe. Aber ich habe auch ganz gerne immer einen “Plan B” als Alternative in der Hinterhand und suchte daher schon seit geraumer Zeit nach einer weiteren, ähnlichen Software. Damit meine ich aber nicht die zahllosen Viewer, die mit (teils rudimentären) Bildbearbeitungsfunktionen überfrachtet und schwer bedienbar sind, sondern eben nur einen simpel zu bedienenden, reinen und wirklich blitzschnellen Viewer. Die gleichfalls portable Windows-Freeware QuickViewer scheint das Zeug dazu zu haben.

Mit der Bildschärfe ist das ja immer so eine Sache. Gerade bei der Tierfotografie muss es i. d. R. sehr schnell gehen. Da bleibt nicht viel Zeit, um die Kamera großartig einzustellen. Ich meine, welcher vorbeifliegende Vogel bleibt schon so lange in der Luft stehen, bis man die Knipskiste scharfgestellt hat? Oder welcher Waschbär unterbricht seine Flucht vor der Waschbärenscheuche so lange, bis der Fotograf endlich soweit ist? Das Ergebnis sind verwackelte oder unscharfe Bilder. Man kann dieses Problem halbwegs minimieren, wenn man sich mit justierter Kamera in den Schärfenbereich hinein bewegt. Aber auch das erfordert viel Übung und gerät schnell zum Glücksspiel. Hinterher hat man dann vielleicht fünf Fotos, von denen wenigstens eins scharf ist. Aber auf den anderen vier Bildern ist das Motiv besser drauf oder mehr Action zu sehen oder so: Bähhh!

Es war einmal, vor langer, langer Zeit. Da flimmerten noch weiße oder grüne Schriftzeichen über einen ansonsten dunklen Bildschirm. Grafische Benutzeroberflächen gab es noch nicht und die Maus war noch nicht erfunden worden. Um ein Programm zu starten musste der Programmname auf der Kommandozeile eingetippt werden und dessen Bedienung erfolgte mit den Pfeiltasten, der Eingabe- und der Escape-Taste. Die Oldtimer unter meinen Lesern werden sich vielleicht noch daran erinnern; den Jüngeren unter meinen Lesern sei versichert, dass es das wirklich einmal gegeben hat. Das geschah zu einer Zeit, als man unter einem Betriebssystem noch DOS verstand. So vor gut einem Vierteljahrhundert allerdings erschien Windows auf der (Bildschirm-) Oberfläche und das langsame Sterben vom DOS begann. Ließen sich DOS-Programme noch unter Windows-XP-32bit-Maschinen starten, so hatte sich das spätestens mit Windows 7 und 64bit-Maschinen endgültig erledigt: DOS war tot!

portabel

Vorab: Alle folgenden Ausführungen beziehen sich, sofern nicht anders beschrieben, auf Windows! Ich betone ja immer wieder – so bspw. auch im vorausgegangen Beitrag – dass ich portable Software bevorzuge. Deswegen will ich darüber jetzt mal ein paar Worte verlieren. Doch blicken wir zwecks besseren Verständnisses zuerst einmal ganz weit zurück, nämlich auf die längst vergangenen DOS-Zeiten. Unter DOS gab es externe Programmbefehle. Der Programmbefehl war im Grunde genommen ein portables Programm. Das griff zwar auf das Betriebssystem DOS zu, doch machte es damit das, was seine Aufgabe war. Kombinierte man nun mehrere solcher Programme bzw. Programmbefehle zu einer leistungsfähigeren Software – bspw. durch Batchprogrammierung – dann wurden die in einem gemeinsamen Ordner untergebracht. Die Portablilität blieb bestehen. D. h. man konnte das 1:1 auf ein anderes DOS-System kopieren und dort lief es dann auch.

Virenscanner sind recht nützlich, mitunter aber auch voll ätzend. Es ist mir nämlich schon mehr als nur zwei- oder dreimal passiert, dass ein Virenscanner ein Programm ohne nähere Angabe von Gründen (die “heuristische Prüfung” akzeptiere ich nämlich nicht als Grund) aus dem Verkehr zieht. Und zwar so gründlich, dass weder die Wiederherstellung noch das Ausschließen von künftigen Scans möglich ist. Frei nach Johny Goethe: “Bist du nicht willig, so brauch’ ich Gewalt – und mach’ dich kalt!” Zumeist handelt es sich dabei um Programme, welche einen klitzekleinen, vermeintlichen “Fehler” aufweisen, indem die einen mühsam aufgebrachten Kopierschutz – i. d. R. nicht mehr als eine Art von Kindersicherung – schlicht überlesen. Man kann solche Programme jahrelang problemlos verwenden – bis irgendwann der Scanner heimtückisch zuschlägt: Honi soit qui mal y pense (ein Schuft, wer Böses dabei denkt).

Es soll ja Fernseher geben, die 2D-Filme in Echtzeit in 3D-Filme umwandeln können: Gibt’s sowas auch für den Computer? Beim Stöbern im Netz bin ich auf die chinesische Windows-Freeware “QQPlayer” gestoßen, die auch für Android verfügbar ist. Wie der Player sich unter Android macht habe ich nicht ausprobiert. Die Windows-Version jedenfalls rechnet ein 2D-Video in Echtzeit in ein 3D-Anaglyphen-Video um. Die Software kommt als 31,4-MB-Installer und sitzt nach der Installation unter “Programme(x86)/Tencent”. Sie beansprucht knapp 110 MB an Plattenspeicher.

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