Garten

Unser Komposter im Garten sah in den vergangenen Wochen ja häufiger wie ein Handgranaten-Wurfstand aus: Zerwühlt, der Inhalt im Garten verteilt und sogar richtige Gänge darin. Nun wollte ich wissen, wer dafür verantwortlich ist. Wie macht man das? Mit einer Wildkamera. Die habe ich mir von einem Bekannten für rund zwei Wochen geliehen (Danke, Andreas!). Letzte Nacht kam sie erstmals zum Einsatz. Auf den Bildern fand ich dann aber nur die üblichen Verdächtigen, die auch tagsüber zugange sind, nämlich Spatzen, Elstern und Krähen. Aber die Kamera bleibt weiterhin im Einsatz und eigentlich ist das ja auch eine gute Gelegenheit für einen kleinen Testbericht von so ‘nem Teil.

Erste schöne Frühlingstage und der Garten ruft. Nein, eigentlich schreit er sogar! Und zwar um Hilfe. Da meine Schwiegereltern das alters- und krankheitsbedingt nicht mehr können, müssen meine bessere Hälfte und meine Wenigkeit das wohl oder übel alleine mit übernehmen. Ich hatte ja bereits im vergangenen Jahr vorgeschlagen, alles platt zu machen, mit Beton zu übergießen, ein paar bunte Plastikblumen da reinzustecken und den Rest mit ein paar Kübeln grüner Farbe aus dem Baumarkt naturnah herzurichten, um die Arbeit auf den knapp 800m² Garten etwas einzugrenzen. Das wollte meine Frau nicht. Auch meine Idee mit ein paar Schafen als Ersatz für diesen ewig zickenden Rasenmäher wurde kurzerhand verworfen. Jetzt also alles wieder von vorne. Der Rasenmäher – ist ungefähr zehn Jahre alt, das Teil – muckte wie niemals zuvor. Ich habe nach der Winterpause Tage gebraucht, bis er endlich ansprang. Da hat auch Kerze raus, saubermachen, Kerze rein und das gleich ein paarmal nichts genützt.

So, fertig – mit den Nerven und mit dem Rasen. Nach gut vier Stunden. Es war ja heute trocken, ich hatte frei und unser Rasen hatte es vor der Winterpause nochmal dringend nötig. Ergo Rasenmähen. Es begann – wie nach der durch die lange Trockenperiode erzwungenen Zwangspause – nicht anders zu erwarten mit den Problemen beim Anlassen. Doch so nach dem gefühlten 896. Mal, wirklich fiesen Drohungen in Kombination mit Schamanen-mäßigen Beschwörungen aus dem Bereich der Schwarzen Magie nebst der Androhung von Voodoo-Praktiken kam die Gurke endlich. Dann man los! Nach knapp einer Viertelstunde hatte ich das Führungsgestänge in der Hand: Aha, Befestigungsschraube verloren. Gesucht und – wie auch zu erwarten war – nicht mehr wiedergefunden. OK, also ‘ne andere Schraube drauf drehen und dann weitermachen.

So, meine letzten beiden “richtigen” Chilis sind geerntet und verarbeitet – leider keine Samen mehr drin. Die Töpfe ausgeleert und gereinigt. Kommendes Jahr kann’s weitergehen. Zeit für einen kleinen Rückblick: Meine Chilis 2016!

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Ich brauche mal eure Hilfe bzw. euren Rat. Ich habe da neben den richtigen Chilis auf dem Balkon noch zwei Blumentöpfe mit so “Nasch-Chilis”, die mit 15.000 SHU allerdings kaum der Rede wert sind, stehen. Die erstand ich mal vor ein paar Monaten recht günstig bei Netto.

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Seinerzeit waren die Früchte bereits reif und wurden umgehend abgeerntet. Dann ließ ich die Töpfe draußen stehen und siehe da: Es bildeten sich neue Blüten und die setzten auch an. Dann kam die weiße Fliege. Die killte ich zuverlässig mit einem Zigarettenkippen-Auszug. So entstand offensichtlich eine ökologische Nische. In die stießen ganze Völkerwanderungen von Blattläusen vor. Die wiederum zeigen sich vom Nikotin gänzlich unbeeindruckt.

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Erntezeit – Trinidad Moruga Scorpion: Mann, war das SCHAAAAARRRFF!!! Ein Mittagessen, das ich wirklich mit einem Glas Milch beenden musste. Das mir den Schweiß auf die Stirn trieb und die Knie echt weich werden ließ. Das Überwindung kostete, um es aufzuessen. Dessen Dämpfe mir die Tränen in die Augen trieben. Bei dem sich die Lippen hinterher irgendwie taub anfühlten. Aber der Geschmack war absolut phantastisch und in die Notaufnahme brauchte ich auch nicht! Na ja: Normalerweise nimmt man das Zeug ja auch zur Elefantenabwehr!