Katzen

eikatz1

Unser Kater mag mich. Er gestattet es mir, seine Wohnung mit zu benutzen. Nur manchmal gibt’s leichte Meinungsverschiedenheiten. So wie heute Morgen, als er auf der Futterklappe von Aquarium saß und versuchte, besagte Klappte aufzufingern. Keine Chance, solange er da selbst drauf sitzt. Doch irgendwann wird er den Bogen raus haben und dann war’s das mit den Fischen. Deswegen: “Wehret den Anfängen!” Heute bin ich Sieger geblieben und die Verletzung dürfte recht schnell abheilen. Als Katzenhalter ist man sowas ja ohnehin gewöhnt. Aber das ist auch so ‘ne merkwürdige Sache: Der Mensch baut mit zunehmendem Alter geistig immer mehr ab. Bei Katzen verhält es sich genau umgekehrt. Die werden stündlich intelligenter. Und wenn man als Personal einer Katze lebt, dann stellen sich so nach und nach gewisse Erkenntnisse ein. Ein paar davon habe ich mal gesammelt.

schmolli1

Es gibt Erfahrungen, die Nicht-Katzenbesitzern versagt bleiben. Wobei der Begriff “Katzenbesitzer” schon ein Paradoxon an sich darstellt, denn wenn man eine Katze im Haus hat, dann wird man automatisch zum Personal. Und das Personal hat gefälligst zu gehorchen! Katzen: Sie sind süß, weich, anschmiegsam, schnurren, lieb, nützlich – alles perfide Täuschung! Tatsächlich plant deine Katze, dich umzubringen und dazu ist ihr jedes Mittel recht! Angefangen bei roher Gewalt bis hin zum Psychoterror!

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Gibt es intelligentes Leben auf der Erde? Das ist eine Frage, die sich zweifellos guten Gewissens bejahen lässt. Zugegeben, der Homo sapiens ist noch um Lichtjahre davon entfernt, aber eine andere Spezies hat uns schon vor Jahrtausenden ins Abseits gedrängt. Ich spreche von den Felidae, den meisten von uns unintelligenten Menschen eher unter dem Begriff “Katzen” bekannt. Katzen verfügen über Fähigkeiten, denen wir Menschen machtlos gegenüber stehen. Nein, damit meine ich nicht die Tatsache, dass sie Quantenteleportation im Makromaßstab perfekt beherrschen und folglich durch Wände gehen können. Damit geben sie nur fürchterlich an! Und zwar bei jeder sich bietenden Gelegenheit, nur um uns immer wieder in Erinnerung zu rufen: “Ich bin euch über!

Kater haben normalerweise ein Revier von rund 10km². Das ist ganz schön viel und entsprechend viel müssen die sich auch draußen rumtreiben, um ihr Revier vor fremden Eindringlingen zu verteidigen. Macht unser Kater auch. Das hat Auswirkungen auf sein Verhalten. Unser Kater ist halbwild. Na gut, der Tierarzt spricht von dreiviertelwild und bat darum, ihn vor einem Besuch anzurufen, damit er rechtzeitig das Betäubungsgewehr klarmachen kann. Zugegeben, unser Kater hat’s ja auch wirklich nicht leicht. Was sich da so alles in seinem Revier an Viehzeug rumtreibt – Wildkatzen, Waschbären, manchmal ein Luchs und Füchse, die er auf den Tod nicht ab kann, Marder, Wildschweine usw. Trotz seiner gut 12 Jahre – womit er das Mindesthaltbarkeitsdatum einer Laufkatze schon weit überschritten hat – ist er aber ganz gut beieinander und auch verdammt schnell.

Schnappschuss: Es geht doch nichts über einen ausgedehnten Schönheitsschlaf! Fehlt jetzt eigentlich bloß noch irgendwo in das Foto einkopiert so ein Spruch wie “Opel – einer für alle!” und dann hätte man glatt schon den Aufhänger für ‘ne neue Marketingkampagne.

ssb

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