Musik

“Du kommst heim von der langen, anstrengenden Reise,
Schließt die Wohnungstür auf, gehst in die Küche und machst leise
Das Radio an, lässt dich auf einen Stuhl fall’n ganz benommen,
Du bist noch gar nicht so richtig angekommen.
Du blätterst in der Post, der Radiomann verspricht den Kids
Gebetsmühlenartig die größten Hits
Und die coolsten Oldies der letzten 200 Jahre …”
(aus: “Heimatlos” von Reinhard Mey)

Heute ist der “Tag der Erfinder“. Nicht, dass ich was Bahnbrechendes zu vermelden hätte, aber ein kleiner und ganz nützlicher Trick ist’s schon. Es geht nämlich um MP3s. Ihr kennt das sicherlich: Ihr spielt MP3s ab – bspw. indem ihr die vom Handy auf die Stereoanlage streamt – und mal ist ein MP3 leiser und eins wieder lauter und dann ist man bloß noch am Nachregeln der Lautstärke. Das nervt! Die Ursache dieser Lautstärkeschwankungen von Titel zu Titel ist im unterschiedlichen Pegel der Stücke zu finden. Es wäre folglich ganz nützlich, wenn man den normieren könnte – und zwar so, dass bei allen Tracks das Pegelmaximum, an dem noch keine Verzerrungen auftreten (bei Wave sind das erfahrungsgemäß 98% Pegel), erreicht wird.

Schluss für heute! Keine Lust mehr! Denn irgendwie bin ich geschlaucht … Einkäufe, unsere drei Pflegefälle, der Fahrdienst, das Hinterherreparieren (gestern die Küchenbeleuchtung bei den Schwiegereltern und heute deren Staubsauger), dazu noch vier Anfragen an Pflegeeinrichtungen wegen meiner geistig behinderten Schwägerin (zwei Absagen und zwei noch offen). Der Tag ist förmlich vorbeigerauscht. Kommt noch hinzu, dass ich morgens beinahe noch ‘nen Wildunfall hatte. Gerade losgefahren um die Gäste abzuholen und kurz hinter’m Ortsausgangsschild war da so was sich bewegendes Dunkelbraunes, was ich nur aus den Augenwinkeln heraus wahrnehmen konnte. Ich legte sofort eine Gewalt- und Katastrophenbremsung hin und so blieb der Rehbock am Leben. Zwischen dem und der Motorhaube lagen noch fünfzig Zentimeter. Da kann ich nur sagen: Schwein gehabt und – Leute, achtet auf Wild! Na gut, etwas Musik habe ich aber heute doch noch. Die stammt von Gary Allan. Der ist normalerweise zwar nicht mein Fall, doch der Titel “Every Storm (Runs Out Of Rain)” hört sich m. E. ganz gut an. Aber urteilt selbst!

Nach der gestrigen Gewalt- und Katastrophenmaloche im Garten tut mir jeder einzelne Knochen weh – auch da, wo gar keine sind! Mit anderen Worten: Ich habe einen ausgewachsenen, mördermäßigen Mega-Muskelkater. Immerhin scheint sich die Arbeit aber gelohnt zu haben, denn so das Wichtigste ist geschafft und jetzt kann’s erstmal sowieso nicht mehr weitergehen. Warum nicht? Weil’s – wieder einmal – regnet. Genauer gesagt: Es schüttet! Passend zum Novemberwetter habe ich daher mal einen Song rausgesucht. Der ist von “Maschine” Dieter Birr und Julia Neigel, eine 2014 erschienene Cover-Version eines alten Puhdys-Titels. Die Puhdys sind zwar Geschichte, aber Maschine Dieter Birr gibt’s immer noch. Bei Maschine vermute ich mal, dass der bei seiner eigenen Beerdigung noch den Frontman der Friedhofskapelle machen wird, denn der kann einfach nicht aufhören – und das ist auch wirklich gut so! Über Julia Neigel schrieb die Münstersche Zeitung im Jahr 2009 (Zitat): “Die schönste Stimme Deutschlands – oft kopiert und nie erreicht.” Da ist wirklich was dran, denn ihre Stimme erinnert mich irgendwie an die legendäre Janis Joplin. Der Gesang von beiden – Maschine und Julia – ergänzt sich perfekt und macht aus dem alten Puhdys-Titel (der zwar nicht schlecht ist, dem ich aber dennoch nie sonderlich viel abgewinnen konnte, weil der Text nicht so viel hermacht) ein musikalisches Highlight. Aber eins, das kein Mainstream ist und daher nie im Radio gespielt wird. Doch urteilt selbst!

Klingelterror: “Süßes oder Saures!” Kinder, die Süßigkeiten sammeln. Sollen sie – solange ich habe, dann gebe ich gerne. Halloween hat hierzulande auch Einzug gehalten – Kommerz und Gruselunterhaltung pur. Aber ob sich noch einer daran erinnert, dass der Ursprung von Halloween im keltischen Samhain zu suchen ist? In einem der großen, alten Jahresfeste? Dem Jahresfest, mit dem Herbst und Sommer verabschiedet wurden und die dunkle Jahreszeit begann? Die Jahreszeit, von der man glaubte, dass die Toten zurückkehren? Das Hexen-Neujahr? Diejenigen, welchen die Wurzeln dieses Festes noch geläufig sind, dürften zweifellos in der Minderheit sein. Diejenigen aber, denen kein Anlass für irgendeine Form von Party fremd oder unbekannt genug ist, machen daraus eine Fete. Ich persönlich sehe dafür aber ehrlich gesagt den Grund nicht. Wenn schon Feier, dann sollte man auch wissen, warum. Es soll sogar Menschen geben, die glauben, zu Halloween hätte Martin Luther 95 Kürbisse an die Kirchentür zu Wittenberg genagelt – so weit ist es mit der Bildung in Deutschland schon gediehen! Wenn schon Halloween, dann aber bitte richtig – nämlich Samhain! Hier in der Fassung von Inkubus Sukkubus und bitte den Text beachten!

Wieder so ein Tag, an dem die Computerei zurückstehen muss. Immerhin ist meine bessere Hälfte wieder aus dem Krankenhaus zurück. Gestern war sie per RTW eingeliefert worden, weil sie auf der Arbeit zusammengeklappt ist – und ich durfte fahren. Kilometer um Kilometer. Weil so auf dem Land sind Krankenhäuser nicht gerade reichlich gesäht und wenn die vorhandenen Krankenhäuser eins nach dem anderen schon dichtgemacht worden sind, weil die Bruchbude in Vehlen – die wahrscheinlich erst nach dem BER fertiggestellt werden wird – das alles schon längst hätte übernehmen sollen … Jedenfalls: Sie ist wieder auf dem Damm. Das Zusammenklappen kam vom Herzen. Da ist ein kleines Loch drin, wahrscheinlich angeboren, und bei zu schnellem Aufstehen o. ä. kommt eine blitzartige Herzinsuffizienz zum Tragen. Vorletzten Monat Schwiegervater wegen Herzinsuffizienz ins Krankenhaus, diesen Monat meine Frau – da muss man nicht lange überlegen, woher sie das hat. Jedenfalls ergab die Untersuchung, dass ihr Herz zwar kräftig und regelmäßig schlägt, bloß neben der Gefahr der Insuffizienz zusätzlich eben manchmal einfach keinen Bock dazu hat und kurzfristig einen Moment an Urlaubspause einlegt. Das dazu. Und das real life geht nunmal vor.

Reicht für heute! Gerade den restlos verstopften Küchenabfluss bei meinen dementen Schwiegereltern in einer schier endlosen Bastelaktion wieder gängig gemacht: Nudeln, Gemüse und Kartoffelschalen. Da haben die Oldtimer – ich vermute mal Schwiegermutter – einfach versucht, Küchenabfälle und Essensreste durch die Spüle zu entsorgen. Lecker – ich bin mir bei dem stinkenden Dreck vorgekommen wie ‘ne Kanalratte! Zuvor gearbeitet. Fahrdienst schlaucht. Auf der anderen Seite hat derartige Arbeit selbstverständlich den Vorteil, dass man sein eigenes Ding durchziehen kann ohne dass einem einer dazwischenquatscht. Das ist ein immaterieller Wert, den ich mittlerweile sogar höher als schnöden Mammon einschätze. Aber wenn ich im Fahrdienst bin, dann hat die Computerei eben auch zurück zu stehen u. d. h. heute gibt’s “nur” Musik. Nämlich wieder einen Soundtrack. Zu Roadmovies habe ich ein etwas gestörtes Verhältnis. Einige davon sind aber ganz gut, also bspw. “Easy Rider” oder “Theo gegen den Rest der Welt” oder eben auch “Angel’s Share – Ein Schluck für die Engel“. Um die Musik zu dem letztgenannten Film soll es hier gehen.

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