Natur

Wochenende! Das wurde auch Zeit. Vor allem fand ich zum ersten Mal seit Wochen wieder die Zeit für einen kleinen Rundgang. Ich meine, binnen der letzten zwei Wochen war das einfach nicht drin. Bedingt durch den Krankenstand versuchen meine Kollegin und ich als letzte von ursprünglich sechs Fahrern, den Betrieb einigermaßen aufrecht zu erhalten. Ein Fahrzeug ist mangels Fahrer sogar stillgelegt worden. Die Gäste raffen das aber zum überwiegenden Teil nicht und dann gibt’s Gemecker: Nicht zur üblichen Zeit, nicht der angestammte Lieblingsplatz, nicht das gewohnte Auto, nicht die übliche Reihenfolge usw. Zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus.

Die letzten paar Nächte waren ziemlich unruhig. Immer wieder wurde draußen Krach gemacht. Immer wieder schreckte man hoch, guckte aus dem Fenster und sah … nichts! Am Vormittag brachte ich dann Biomüll raus zum Komposter. Draußen war alles weiß; es hatte letzte Nacht etwas Schnee gegeben und das Zeug war bei minus vier Grad angefroren. Und in all diesem Weiß … hatten die Verursacher von dem Krach ihre Spuren hinterlassen: Waschbären! Begab ich mich also auf Spurensuche. Dieses Mal kamen sie allerdings nicht vom Feld. Es handelte sich, erkennbar an den Trittsiegeln, um zwei Tiere und die kamen von der gegenüber liegenden Straßenseite, wo ein recht großes Mietshaus steht. Die sind teils im Schritt und teils im Passgang unterwegs gewesen – die Einfahrt runter, quer über den Hof, am Stall vorbei und ab in den Garten. Dort wühlten sie in den Maulwurfshaufen. Genug davon haben wir ja; der Garten sieht aus wie ein Truppenübungsplatz. Interessant wird es aber bei den zurück führenden Spuren. Das war nämlich nur ein Tier (das Größere). Die Spuren des anderen Tieres aber führten zu unserem überdimensionalen Lebensbaum (denn ich schon lange beseitigen will, aber das sieht meine Frau etwas anders) und enden da. Besagter Baum bzw. Busch bietet für so ein Viehzeug hervorragende Versteckmöglichkeiten. Hm… Hier sind jedenfalls ein paar Fotos von den Spuren im Schnee. Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!

Morgens, alles schläft noch und es ist noch dunkel draußen. Aufstehen und der vorsichtige Blick aus dem Fenster: Das Zeug von gestern ist liegen geblieben. Alles sieht wie überzuckert aus. Ein alter Witz fällt mir wieder ein: Treffen sich zwei Schneeflocken. Sagt die eine: “Komm’, lass’ uns mal die Bahn lahmlegen.” Antwortet die andere: “Das schaff’ ich auch alleine!” Ins Bad, anziehen und anschließend der Blick auf’s Thermometer: Minus vier Grad. Na ja, richtiger Winter sieht anders aus. Richtiger Winter ist, wenn da zehn hungrige Wölfe vor der Haustür stehen. Frühstückstisch vorbereitet, wozu ein paar Sachen aus dem Keller zu holen sind. Im Erdgeschoss geistert Schwiegermutter im Nachthemd rum. Ungewöhnlich, denn normalerweise steht die erst gegen zehn Uhr auf. Sie poltert auch gleich los, warum ich noch keine Brötchen eingekauft habe. “Weil der Bäcker noch nicht geöffnet hat“, antworte ich ihr, was sie in ihrer Demenz nun wieder ganz und gar nicht begreifen kann. Am Sonntag öffnet der nämlich etwas später und wer will’s ihm verdenken. Aber dass Sonntag ist, geht Schwiegermutter am Ar… vorbei.

Manchmal kann ich beim Verfolgen eines bestimmten Zieles über lange Zeit hinweg ganz schön hartnäckig sein. Das gilt auch für diesen Beitrag, denn streng genommen habe ich für den satte fünf Jahre gebraucht. Damals kam mir die Idee, doch einmal alle Vollmonde des Jahres abzulichten und quasi so als Sammlung zu präsentieren. Leichter gesagt als getan, denn um den Vollmond zu fotografieren benötigt man ja zuerst einmal freie Sicht darauf und d. h. das Wetter musste unbedingt mitspielen – Vollmond bei geschlossener Wolkendecke geht in fotografischer Hinsicht nunmal gar nicht!

Zur Wochenmitte hin wurde in den Nachrichten gemeldet, dass Madrid im Schnee erstickt. Gestern hieß es “Ski und Rodel gut” für Marokko: Verkehrte Welt! Und bei uns hier im Norden? Immerhin hatte es gestern schonmal aufgehört und der Regen machte einem trüb-düsteren Einheitsgrau Platz. Ich wollte eigentlich so fotomäßig eine “Makroexpedition” unternehmen und hatte mir einige Motive auch schon ausgeguckt – so im Garten und am Wegesrand. Nur war es selbst im so genannten “prallen Sonnenlicht” viel noch zu duster zum Fotografieren. Habe ich ersatzweise also erstmal meine letzten Chilis für die Saison 2018 in die Erde gebracht. Deswegen wurde die Tour heute, bei besserem Licht, nachgeholt. Weil … eigentlich ist der Januar ja bunt. Jedenfalls im Kleinen. Man muss eben nur mal etwas genauer hinsehen. Zwölf Aufnahmen von Januargewächsen – drauflicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!

Diese Woche kommen die Termine unerwartet von allen Seiten. Kommt noch erschwerdend hinzu, dass ich mir irgend so eine ausgesprochen widerliche Erkältung eingefangen habe (Nase dicht, elende Halsschmerzen, Druck auf den Ohren, Husten, Schnupfen) und daher nicht gerade sonderlich motiviert bin. Streng genommen stehe ich sogar kurz davor, mir die nicht wirkliche angenehme Pferdekur anzutun. Doch was soll’s – die eingangs erwähnten Termine müssen allesamt so nach und nach abgearbeitet werden. Einer davon bestand im Verlauf des Vormittags im Besuch des Rathauses in Rodenberg. Bereits auf dem Hin- und später noch mehr auf dem Rückweg fiel mir das nicht sonderlich häufige Naturschauspiel des Nebels über dem Deister auf, wenn also der Hochnebel aufsteigt und sich im Sonnenschein über die Berge erhebt. So etwas in der Art sieht man vielleicht zwei- bis viermal jährlich und normalerweise bin ich dann im Fahrdienst. D. h. ich habe in den betreffenden Momenten keine anständige Kamera dabei. Ich also wieder zuhause rasch nach der Kamera gegriffen und anschließend gleich wieder raus, um nach einem geeigneten Platz für Aufnahmen zu suchen. Den fand ich dann auch und fünf Bilder aus der Fotoserie will ich hier mal zeigen, zwei Panoramen und drei normale Aufnahmen. Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!

Gegen Mittag habe es drinnen nicht mehr ausgehalten. Sturmtief “Burglind” hat sich verzogen und es war – welch’ Wunder – wirklich für ein paar Stunden mal trocken geblieben. Einmal hat sich sogar eine blasse Sonnenscheibe hinter dem allgegenwärtigen Grau gezeigt; was für ein inzwischen selten gewordener Anblick! Ich meine, mein Bedarf an Wasser ist mittlerweile mehr als nur gedeckt und so langsam wachsen mir bereits Schwimmhäute zwischen den Fingern: Überall Wasser, wohin man auch blickt! Aue und Mühlgraben sind übergelaufen; einstige Rinnsale haben sich in Wildwasser verwandelt. Auf vielen Felder stehen flächendeckend Seen und im Radio werden überflutete Straßen gemeldet: Zeit für einen Rundgang, auch wenn’s vielleicht nicht ganz einfach wird, sich einen Pfad zwischen Schlamm und Wasser zu suchen. Meine Frau hat mich deswegen für verrückt erklärt. Egal! Ich musste mal raus. Oben in die Berge war mir allerdings zu gefährlich, denn da droht aufgrund des aufgeweichten Bodens immer noch die Gefahr von Hangrutschen. Bin ich also hier unten im Tal geblieben – viva Tristesse! Ein paar Bilder sind dabei dennoch mit rumgekommen. Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!

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