Natur

Gestern noch bis zum späten Abend im Garten Stachelbeeren gepflückt und mir dabei die Finger gründlich zerstochen. Immerhin sieht man bei den roten Stachelbeeren das Blut ja nicht so. Die Dinger sollten in Injektionsbeeren umbenannt werden! Aber neben dem Nutzgarten grünt und blüht da inzwischen ziemlich viel. Zugegeben, zum Leidwesen meiner besseren Hälfte nicht wirklich da, wo die Blumen wachsen sollten, sondern eigentlich überall dort, wo nie was hingepflanzt worden ist. Stört mich aber nicht, denn schön bunt ist’s allemal. Eins ist mir beim Fotografieren jedoch aufgefallen, und zwar die Tatsache, dass es in diesem Jahr nicht nur wenig Bienen, sondern darüber hinaus auch ganz allgemein wenig Insekten gibt. Hier ist jedenfalls was für’s Auge und ein paar Farbtupfer – ein Dutzend Bilder: Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!

Echt witzig! Ich habe zwar hier im Blog unsere hiesige Tropfsteinhöhle – nämlich die Schillathöhle in Langenfeld (Süntel) – schon häufiger erwähnt, aber noch nie so richtig im Bild vorgestellt. Das wird jetzt nachgeholt. War gestern. Es regnete – und zwar heftig. Also so, dass das Wasser auf den Straßen stand. Der angekündigte Starkregen machte seinem Namen alle Ehre. Immerhin war’s warmes Wasser. Ich musste zur Post. Eine gute Gelegenheit, um meine DRK-Dienstregenjacke mal einem echten Härtetest zu unterziehen. Sie den Test übrigens NICHT bestanden. Dennoch: Ich wollte mal raus! Also alles zusammengesucht, was man so braucht: Fotoweste, in eine Plastiktüte als Regencape eingepackte Kamera, Power-LED-Taschenlampe, Helm etc. Dann los, in Richtung “unter Tage”. Zugegeben, da tropft’s zwar auch, aber längst nicht soviel wie draußen. Im Vergleich zum Juniwetter 2017 kam mir die Tropfsteinhöhle trocken wie die Sahara vor. War auch angenehm temperiert da unten, nämlich konstant 7°C und nicht die affig-schwül-heißen 23°C von draußen.

Das gestrige Unwetter soll eines der stärksten je in Niedersachsen verzeichneten Unwetter gewesen sein. Kann ich nicht beurteilen und dafür, dass wir es hier im Deister-Süntel-Tal offensichtlich nur mit den Ausläufern zu tun bekamen war es ganz schön üppig. Jedenfalls keins der billigen Kaufhaus-Gewitter, die hier sonst manchmal so vorbeikommen. Unter Blitzortung hatte ich zunächst in Echtzeit beobachtet, wie die Gewitterfront sich von Nienburg her näherte – und das dauerte kaum eine Viertelstunde. Anschließend ging’s los, aber richtig! Dazwischen ‘ne PN von meiner Tochter: Sie saß vor dem Haus in ihrem Auto und kam nicht raus, weil auf der Straße das Wasser stand. Nachdem die erste Rutsche etwa um 19:00 Uhr vorbei war – sie bildete so quasi den Vorgeschmack – ging’s dann ab 20:30 Uhr nochmal so richtig zur Sache. Das war in etwa die Zeit des Sonnenuntergangs. Und so ein Unwetter-Sonnenuntergang sieht ziemlich dramatisch aus: Fünf Fotos. Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!

Momentan muss ich nicht fahren. Jedenfalls nicht beruflich. Privat sieht’s etwas anders aus; heute bspw. kutschierte ich Schwiegermutter zur Akupunktur-Behandlung. Wobei ich mich ernsthaft frage, ob man das nicht vielleicht auch aus der Ferne machen kann, mittels Voodoo-Puppe oder so … ;) Jedenfalls stand die Fahrerei für den Nachmittag an. Daher nutzte ich die frühen Vormittagsstunden für eine Auszeit im Wald. Das hatte ich eigentlich gestern schon in Angriff genommen, aber nachmittags und mit dem Fahrrad bei 37°C in der Sonne. Nicht gerade ‘ne grandiose Idee und so beschränkte ich die gestrige Tour auf nur schlappe 10km durch’s Flachland, bevor ich zerflossen bin. Heute am Vormittag war’s kühler und so bis 10:30 Uhr auch noch recht erträglich. Nun ist der Juni ja nicht gerade für supertolle Naturmotive berühmt, vgl. die Natur im Fotojahr. So geriet die Waldwanderung irgendwie auch zu einer Expedition in den Mikrokosmos, sprich: Da standen die Makroaufnahmen im Vordergrund. Hier seht ihr davon mal zehn Bilder. Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!

Das zu erwartende Gewitter ließ dann gestern auch nicht mehr lange auf sich warten und zeigte, wie auch vorhersehbar, eine bemerkenswerte Lightshow. Es hat mächtig geknallt und gescheppert! Die Zeit, bevor der Platzregen und der Hagel einsetzten, nutzte ich für den x-ten Versuch, mal wieder ein paar Blitze abzulichten. Mit dem Stativ auf dem Balkon. Da ich mit meiner Bridge keine Dauerbelichtung machen kann, gelangte wieder der “Plan B” – d. h. die Videoaufnahme mit dem nachträglichen Herausgreifen der Blitze – zur Anwendung. Insgesamt brachten mir 22 Minuten Film 9 Blitze. Immerhin! Ich habe schon wesentlich schlechtere Versuche gehabt. Hier sind die neun Fotos. Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!

Es ist mal wieder Vollmond, im Juni auch als “Strawberry Moon” bezeichnet. Genauer gesagt heute um 15:06 Uhr. Abgelichtet habe ich den aber schon in der vergangenen Nacht, so gegen 23:00 Uhr. Es handelt sich um einen so genannten “Minimond”. Minimond deswegen, weil es ein Apogäums-Mond ist. D. h. er steht z. Zt. am erdfernsten Punkt und erscheint deswegen um etwa 10% kleiner als sonst. Die Fotos waren reine Glückssache, denn unmittelbar davor und danach (heute auch) verdeckten Wolken den freien Blick zum Himmel. Irgendwie schon bemerkenswert: Seit nunmehr fünf Jahren war der Juni-Vollmond nicht zu sehen, weil er sich immer hinter mehr oder weniger dicken Wolken verbarg. Auch letzte Nacht war es nicht wolkenfrei, aber die dünne Schleierbewölkung vor dem Mond habe ich im Rahmen der Bildbearbeitung halbwegs beseitigen können. Drei Fotos, draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!

In der Dokumentation “Wader Wecker Vater Land” gibt es da diese eine Szene, in der Hannes Wader bezweifelt, mit seinen Liedern irgend etwas verändert zu haben und woraufhin Konstantin Wecker sinngemäß antwortet, dass Hannes von der falschen Fragestellung ausgeht – die richtige Frage müsste nämlich lauten: “Wie wäre die Welt ohne unsere Lieder?” Ich bin ziemlich fest davon überzeugt, dass Konstantin mit seiner Sichtweise Recht hat. Mehr noch: Ich bin auch sicher, diese Frage verallgemeinern zu können. Wie würde unsere Welt aussehen, wenn es diejenigen, die auf Mängel und Schönes hinweisen, nicht geben würde? Wenn es die Menschen, die sich – egal in welcher Form – engagieren nicht geben würde? Für mich eine absolute Horrorvorstellung: Alles nur noch uniform, integriert, angepasst, mitlaufend, gleichgeschaltet. Menschliche Roboter. Unsere Gesellschaft befindet sich schon auf dem besten Weg dorthin, zu dem für jeden autoritären Herrscher erstrebenswerten Zustand. Dem will ich an dieser Stelle mal etwas Schönes entgegen setzen. Nichts Weltbewegendes, nein, bloß ein paar Impressionen vom Wegesrand, aufgenommen beim Nachmittagsrundgang durch die Felder, weil ich ja ab morgen wieder fahren muss. Es handelt sich um Heckenrosen, wie sie jetzt überall blühend zu finden sind, wobei mir die Differenzierung zwischen Heckenrose und Hundsrose einerseits nicht ganz klar und andererseits auch ziemlich egal ist: Sieben Fotos und einfach nur was für’s Auge. Draufklicken zur Großdarstellung in einem separaten Tab!

Counterize

Seitenaufrufe: 1084748
Seitenaufrufe heute: 378
Letzte 7 Tage: 3915
Besucher online: 0

Juli 2017
M D M D F S S
« Jun    
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31  

Social Media

free twitter buttons



Meine HP & Bücher

Uhrzeit