Politik

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Jetzt mal ein Lesetipp für alle die, die ihr Wissen nicht aus der BLÖD schöpfen und die auch nicht zu dumm dazu sind, ihre kleinen, grauen Zellen zu gebrauchen. Vor einiger Zeit machte ich mal wieder den Fahrer für meine demenzkranke Schwiegermutter. Sie hatte einen Arzttermin und für mich bedeutete das Warterei. Aber da gab’s ‘ne Buchhandlung und wenn ich etwas liebe, dann ist das bedrucktes Papier. Nur war das eben nicht die Art von Buchhandlung, welche die angesagtesten Titel von irgend einer Zeitschriften-Bestsellerliste führt, sondern die daneben auch noch ein paar andere Sachen hat. Mit anderen Worten: Es lohnte sich, da etwas zu schmökern. Machte ich, aber zunächst erfolglos. Als ich schon wieder gehen wollte, da fiel mein Blick auf ein Buch von Timothy Snyder.

Fällt euch was auf? Es sind schon seit geraumer Zeit keine Gesetze mehr verabschiedet worden, welche die Rechte von Otto Normalverbtraucher beschneiden bzw. dazu dienen, ihn auszuquetschen oder zu bespitzeln. Weil unsere so genannten “Volksvertreter” anderweitig mehr als beschäftigt sind. Es ist nämlich Wahlkampf und da muss man doch an sich selber denken, nicht wahr? Da muss man dem blöden Stimmvieh erzählen, was man alles so in den kommenden vier Jahren vor hat. Wer von denen denkt denn schon daran, was man in den vergangenen vier Jahren alles versäumt hat? Ich für meinen Teil messe Politiker lieber an ihren Taten als an ihren Versprechen. Vielleicht sollte jeder das mal tun! Auf der anderen Seite bin ich natürlich heilfroh, dass jetzt Wahlkampf ist, denn was bleibt uns dadurch nicht alles an in Gesetze gegossener Unfähigkeit erspart! Zumindest zeitweise … – kann man ja auch mal so sehen, nicht wahr? Schade nur, dass nicht ständig Wahlkampf ist! Solche Fakten erwähnen unsere Medien aber selbstverständlich niemals. Die sind lieber Sprachrohre für Populisten. Ausnahmen gibt’s dabei nur ganz selten mal. Nachfolgend findet ihr allerdings ein paar solcher Ausnahmen. Teil 344 dieser Meldungen ist HIER zu finden.

Im Internet war zu lesen, dass der Tagespreis von weißen Albatrüffeln irgendwo zwischen 3.500 und 4.500€/kg rangiert. Bei Belugakaviar sind es 4.500 bis 6.000€/kg. Nicht, dass mir die fischige Brombeermarmelade besonders schmecken würde, doch wenn sich irgendwo irgendwie irgendwann mal die kostenlose Gelegenheit dazu ergibt, dann sollte man so etwas unbedingt probiert haben. Ich für meinen Teil denke da allerdings in ganz anderen Preiskategorien, denn wenn ohne Moos nichts los ist … Allerdings schaffe ich es dabei kaum, die Rohstoffkosten pro Gericht (ohne Getränke und Strom) auf unter 3€ zu drücken und letzteres ist auch nur dadurch möglich, dass ich bspw. bei Aldi die am nächsten Tag abgelaufene und daher um 30% preisreduzierte Ware nehme. Das abgelaufene Zeug darf in den Discountern ja nicht mehr verkauft werden. Das geht z. T. an die Tafeln, womit der “edle Spender” bemerkenswerte Entsorgungskosten einspart und der als Biokomposter missbrauchte Hungernde dafür sogar noch dankbar ist: Was für ein krankes (und krankmachendes) System!

Euro Münzen

Wie der weltführende Klimaexperte Donald Trump bereits anlässlich seines Wahlkampfes ausführte, gibt es keinen Klimawandel. Solche Sachen wie die Hurrikane Katrina oder Irma oder José kommen nämlich nur vom Wetter! Na gut, lassen wir dem geistig minderbemittelten, trotzigen Dreijährigen US-Präsidenten seinen Glauben. Lassen wir auch mal die USA eben USA sein und blicken wir nach Deutschland. In Deutschland sitzt die Münchener Rück und die ist der Versicherer der Versicherungen. Anders gesagt: Bei der versichern sich die Versicherungsunternehmen, und zwar weltweit. Folglich müsste das auch die Stelle mit dem umfassendsten und zutreffendendsten Zahlenmaterial zum Thema Naturkatastrophen sein. Stimmt auch – in der Schrift “Was kosten Naturkatastrophen die Wirtschaft” findet sich dazu nämlich einiges. Das steht zwar im krassen Gegensatz zur eingangs erwähnten “Expertenmeinung”, doch soll uns nachfolgend das missing link der selbsternannte “Klimaexperte” aus den USA nicht weiter interessieren. Bleiben wir daher bei den Zahlen der Münchener Rück.

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Gestern also lief das so genannte “TV-Duell” und es wurde gleich von vier Sendern übertragen. Man räumte den Populisten, die um die Führungsrolle als Obergurus von ein und der gleichen Politsekte buhlen, allerbeste Sendezeit ein. Was dem Zuschauer präsentiert worden ist: Guruanwärter, die gemeinsam den Sozialstaat zerstört haben, faseln über soziale Gerechtigkeit und blenden dabei H4, Altersarmut, Minijobs und Niedriglöhne aus. Mehr noch: Die “Mutti” rühmte sich damit, die Arbeitslosigkeit halbiert zu haben, verschwieg im gleichen Atemzug aber die Statistikmanipulationen und die verminderte Qualität der Jobs, die es noch gibt. Alles in allem also nichts weiter als eine Daily-Soap-Wiederholung verflossener Kanzlerduelle: Man wirft sich zuerst gegenseitig die in der Vergangenheit selbst gemachten Fehler vor, gelobt vollmundig Besserung und hält die Versprechen nach der Wahl sowieso nicht. Hauptsache, man hat den Wähler (mal wieder) verarschen können! Vor allem aber räumen die Medien dem sinnlosen Schaukampf übermäßig viel Raum ein. Soviel Raum, dass kaum noch Platz für wichtigere Dinge bleibt. Doch es gibt sie. Teil 343 dieser Meldungen ist HIER zu finden.

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Ich habe die Tage mal ein ganz interessantes Experiment durchgeführt, und zwar eins von politischer Natur. Es gibt da ja jetzt wieder den Wahl-O-Maten für die Bundestagswahl 2017, der Unentschlossenen als Entscheidungshilfe dienen soll. Ganz im Gegensatz zu den überall bis zum Erbrechen zu sehenden Hackfressen verzichtet der Wahl-O-Mat auf Steckbriefe Politikerbildchen und präsentiert stattdessen 38 aktuelle, politische Fragen. Die kann man jeweils mit “stimme zu”, “neutral” (also “weiß nicht”) oder “stimme nicht zu” beantworten. Das erfordert ungefähr zehn Minuten. Anschließend wird noch einmal eine Übersicht der Antworten präsentiert. Danach sucht man sich aus 33 zur Wahl stehenden Parteien maximal 8 raus, die für einen persönlich so aus Sympathiegründen infrage kommen könnten. Der Wahl-O-Mat gleicht in Folge die beantworteten Fragen mit dem jeweiligen Parteiprogramm ab und errechnet als Entscheidungshilfe, mit welchem Parteiprogramm die größte, prozentuale Übereinstimmung zu den eigenen Wünschen vorliegt. Soviel zur Funktionsweise.

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