Politik

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Im Netz kursiert derzeit der offene Brief einer Krankenschwester an den Pharmalobbyisten, der unseren aktuellen Gesundheitsministerdarsteller gibt. Da mir dieser Brief aus der Seele spricht und ich der Ansicht bin, dass er eine weitere Verbreitung verdient hat, habe ich den jetzt mal im Original von Facebook für mein Blog übernommen: Weiterverbreitung ausdrücklich erwünscht! (Dieser Beitrag ist auch unter “Quergedacht! v4.0” erschienen.)
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Lange ist es her, dass ich meinem Unmut Luft machte. Heute war es wieder soweit…… bevor mir der Kragen platzt, bekommt erstmal Hr. Spahn einen Brief. Morgen wird er per Post zugesendet, heute vorab schonmal per Mail und hier:

(Der nun folgende Beitrag ist auch unter “Quergedacht! v4.0” erschienen.)

unterwegs1

Man kommt viel rum. Jedenfalls geht es mir so. Man trifft auf auf andere Menschen; mit dem einen oder anderen kommt man hin und wieder auch mal ins Gespräch. Da sind Leute, die Hilfe benötigen. Es gibt welche, die helfen – nicht selten selbst hilfebedürftig und nicht selten selbstlos. Irgendwie aber läuft es dann doch wieder, wenngleich auch oftmals mehr schlecht als recht. Man schlägt sich eben so durch – irgendwie, von heute auf morgen, mit viel zuwenig Geld und ohne Perspektive, jahrelang. Schlaglochpisten kennzeichnen das, was einst gute Straßen waren. Die jahrelang frequentierte Brücke ist jetzt wegen Baufälligkeit gesperrt; sie wird nicht mehr repariert. Wo sich bis vor ein paar Jahren noch Mittelständler an Mittelständler reihte, da gähnen heute leere Räumlichkeiten, an deren Fenstern Schilder mit der Aufschrift “Ladenfläche zu vermieten” hängen. Der Pfandflaschen-sammelnde Rentner ist zum gewohnten Anblick geworden, der Obdachlose und der Bettler ebenso.

Deutschland heute, das wirkt auf mich wie … Stellt euch mal ein Hochhaus vor. So mit gut 200 Mietwohnungen. Jede einzelne davon ist ein ultimatives Messie-Loch, aus dem Schimmel und Moder versuchen, auf die Bausubstanz überzugreifen. Unten sind ein paar Leute zugange, die die Ärmel hochgekrempelt und ungeachtet fehlender Erfolgschancen wenigstens schonmal damit begonnen haben, für etwas Ordnung zu sorgen, um das Gebäude wieder für Menschen bewohnbar zu machen. Vor dem Eingang steht ein Haufen wichtiger Leute. Die labern und labern was man alles tun könnte und wie schön der Bau doch von außen noch aussieht. Bloß anfassen tun die nichts. Irgendwann sind Schimmel und Moder auf die Bausubstanz übergesprungen und die Hütte fängt an zusammen zu brechen. Diejenigen, die wenigstens versucht haben, etwas zu bewegen, können sich nur noch in Sicherheit bringen. Diejenigen aber, die große Reden geschwungen haben, bemerken den beginnenden Zusammenbruch nicht mal und sondern immer noch heiße Luft ab. Bis sie von den Trümmern verschüttet werden. Dann schreien sie um Hilfe. So funktioniert Deutschland! Teil 360 dieser Meldungen ist HIER zu finden. Hinweis: Der nun folgende Beitrag ist auch unter dem Titel “Alternative News (1)” unter “Quergedacht! v4.0” zu finden.

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Jetzt ist es amtlich: Die SPD hat sich pro GroKo ausgesprochen! Sie rennt also sehenden Auges ins offene Messer und setzt alles daran, die 5%-Hürde zu knacken. Von oben her. Über einen so weiten Weg hat das vor ihr noch keine Partei geschafft – nicht mal die FDP – doch ich traue es der SPD durchaus zu, diese immense Kraftanstrengung zu bewältigen. Abgesehen davon wird es sicherlich noch einen anderen Grund für die Abstimmung pro Groko gegeben haben, nämlich die Oscar-Nominierungen von Angela Merkel (als beste Darstellerin in einem Langzeit-Drama) und von Martin Schulz (für seine glänzend gespielte Rolle in den beiden satirischen Kurzfilmen “Keine GroKo” und “Der Außenminister”). Da es ja diesesmal mit dem Oscar noch nicht so richtig geklappt hat, hat man mit einer neuen GroKo jetzt ein weiteres Eisen im Feuer und damit auch eine weitere Chance auf den begehrten Preis. Unsere Medien drücken so etwas selbstverständlich längst nicht so deutlich aus. Die agieren viel vorsichtiger. Teil 359 dieser Meldungen ist HIER zu finden.

Der Linguistik-Professor Noam Chomsky vom MIT sagte einmal (Zitat): “Der schlaueste Weg, Menschen passiv und folgsam zu halten, ist, das Spektrum akzeptierter Meinungen strikt zu limitieren, aber innerhalb dieses Spektrums sehr lebhafte Debatten zu erlauben.” Behalte diesen Satz mal im Hinterkopf. Nun stell’ dir einfach mal vor, da ist ein Land. Eines, in dem sich die Politiker um Welten von der Bevölkerung entfernt haben. Eines, in dem sie ausschließlich mit den oberen Zehntausend gemeinsame Sache machen, Aufsichtsratsposten in Schlüsselindustrien besetzen, durch Parteispenden und Nebeneinkünfte bei der Stange gehalten werden, die Massenmedien im Sinne Superreicher gleichgeschaltet haben und die einfache Bevölkerung enteignen, überwachen, zwingen und bespitzeln. Scheinbar unterschiedliche politische Strömungen unterscheiden sich nicht in ihren Zielen, sondern lediglich in ihren Mitteln. Hinsichtlich vom Mainstream abweichender Meinungen wird Zensur geübt und Geheimdienste lässt man schalten und walten wie sie wollen, ohne dass die sich an Gesetze halten müssen. Klar, es gibt hin und wieder mal die eine oder andere Diskussion um die gerade aktuelle Vorgehensweise. Doch für die gilt immer das Zitat von Noam Chomsky. Würdest du so ein Land als Demokratie bezeichnen? Hier sind ein paar vorsichtig-kritische Nachrichten aus so einem Land. Teil 358 dieser Meldungen ist HIER zu finden.

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Vorab und um nicht falsch verstanden zu werden: Den Mitarbeitern der Tafeln gilt meine Hochachtung, denn die setzen sich geradezu vorbildlich für andere Menschen ein! Man sollte dabei allerdings niemals vergessen, dass das Tafel-(Un-)Wesen in Deutschland ein absolutes Armutszeugnis und ein Beweis dafür ist, dass der Sozialstaat nicht mehr existiert. Denn die Tafeln in ihrer derzeitigen Form sind einerseits ein unverzichtbares Begleitinstrument des H4-Menschenrechtsverbrechens und andererseits mit ziemlicher Sicherheit ein die Wirtschaft stärkendes McKinsey-Projekt. Das allerdings verschweigt bspw. der kürzlich in der Süddeutschen erschienene Artikel ganz vornehm – Honi soit qui mal y pense … – und die jetzt zum 25jährigen Jubiläum der Tafeln erscheinende Sondermarke lenkt auch nur vom eigentlichen Problem ab.

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