Satire

weihnachtslieder

(Hab’ mir da mal wieder was aus den Fingern gesaugt, nämlich eine kleine und ziemlich schräge Geschichte für alle diejenigen, die Weihnachten absolut bierernst nehmen: Leute, bleibt mal locker! Nicht dass es euch so wie meinem bedauernswerten Protagonisten Jupp ergeht!)
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Scheiß-Weihnachtslieder!

Eine Frage, Herr Professor!” “Ja bitte!” “Dieser Patient in der geschlossenen Psychiatrie … also der mit der Weihnachts-Psychose – kommt so etwas häufiger vor?” “Ach Sie meinen Jupp. Nun, ich muss gestehen, dass dies der einzige mir bekannte und äußerst tragische Fall ist. Jupp ist extrem schwer traumatisiert und wenn er irgend etwas auch nur entfernt Weihnachtliches mitbekommt, dann verliert er völlig die Beherrschung.” “Wie kam es dazu?” “Das hängt mit einer Verkettung unglücklicher Zufälle und insbesondere auch mit den Weihnachtliedern zusammen. Das war nämlich so …

winterschlaf1

Wir Menschen könnten, wenn wir nur wollten, so unendlich viel von der Natur lernen. Nehmen wir nur mal als Beispiel den Winterschlaf, der bei vielen unserer tierischen Verwandten eine beliebte Tradition darstellt. Wir sollten uns dieser sehr sinnvollen Tradition anschließen, und zwar schnellstens! Im Herbst muss zunächst vorab für hinreichend viele Reserven gesorgt werden. Das ist im Grunde genommen auch für den Menschen kein Problem, denn Grillfeten mit Alkoholika bis zum Platzen eignen sich hervorragend, um eine komatöse Schlafphase einzuläuten. Was hätten wir dann davon? Wir würden nur profitieren können!

Erster Schnee im Schaumburger Land, na ja … – meine Begeisterung darüber hält sich durchaus in Grenzen. Wasser muss man nämlich nicht wegschaufeln. Ist halt Winter. Konnte ja keiner ahnen, dass das jedes Jahr passiert! ;) Das hat aber meine dichterische Ader inspiriert. Ja, zugegeben, zum Dichten nehme ich normalerweise Silikon. Merkt man wahrscheinlich auch. Trotzdem: Hier ist mal ein Winterlied! Es nennt sich “Schneeflöckchen, Weißröckchen” und ihr kennt es sicher noch nicht, denn es ist wirklich brandneu.

Schneeflöckchen, Weißröckchen

Schneeflöckchen, Weißröckchen,
was soll dieser Scheiß?
Nun müssen wir schaufeln
und kommen in Schweiß!

urlaubsreif1

Kürzlich las ich über eine interessante und weitreichende Erkenntnis aus dem Bereich der Neurowissenschaften. Nun befasse ich mich ja selbst schon seit Jahren hochwissenschaftlich mit einem verwandten Gebiet, nämlich mit der Sozialpsychologie. Im Zuge meiner langjährigen Forschungsarbeiten habe ich hunderte von Probanden interviewt, ohne dass den betreffenden Personen die Interviewsituation zu Bewusstsein gekommen ist. Ich darf daher wohl mit Fug und Recht behaupten, dass die Resultate meiner jeder Überprüfung standhaltenden Untersuchungen nicht nur absolut repräsentativ, sondern darüber hinaus auch noch garantiert vollkommen unverfälscht sind! Als Endergebnis meiner uneigennützigen Arbeiten im Interesse der Allgemeinheit ist ein einfacher, von jedem anwendbarer und garantiert korrekte Resultate liefernder Psychotest entstanden.

Gestern kein Eintrag, weil ich den ganzen Tag über außer Haus gewesen bin (war mit meiner Frau zur Beerdigung ihrer Tante in Darlingerode – endlose Fahrt). Meine Tochter hat hat sich in der Zeit um Schwiegervater und Schwägerin gekümmert, was auch ganz gut geklappt hat, obwohl es weitaus kooperativere Menschen als diese beiden Pflegefälle gibt. Daher hier mal eine Reminiszenz an meine Jüngste, ihres Zeichens Rettungssanitäter im Rettungsdienst: Ich habe mal etwas im Web gesucht und zwei Gedichte über Sanitäter gefunden. Teils makaber, teils schwarz. Aber so richtig voll aus dem prallen Leben gegriffen … ;)
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Die Sanitäter

bpz

Nun hat meine Gattin Medikamente verschrieben bekommen. Morgens schnappte sie sich so eine Packung und fingerte den Beipackzettel da raus. “Lass’ es lieber sein“, riet ich ihr, “denn den kriegst du da nie wieder rein!” Stimmt doch irgendwo auch. Ich bewundere ja die ausgefeilte Falttechnik, die es ermöglicht, ein Poster vom Format DIN A1 oder gar DIN A0 so klein zu machen, dass es immer noch in eine geradezu winzige Tablettenschachtel hinein passt. Einmalig jedenfalls, also bis zum ersten Auseinanderfalten. Begeht man dann den Fehler, so einen Beipackzettel wieder auf Postergröße zu bringen, dann hat man schon verloren – zumal besagtes Poster dicht an dicht in 4 DPI bedruckt ist; die Optiker wollen ja schließlich auch leben! Da steht mehr Text drauf als in den gesammelten Werken von Karl Marx zu finden ist! Im Grunde genommen ist es sogar hochgradig ungerecht, dass die literarischen Ergüsse der Autoren von Packungsbeilagen bei den Vergaben von Literaturpreisen unberücksichtigt bleiben, denn wer sonst produziert schon annähernd so viel Text?

makaber

Meinen ersten Erste-Hilfe-Kursus habe ich 1972 gemacht, als ich den Führerschein für’s Treckerfahren brauchte. Dann 1976 noch einer, als das mit dem Chemiestudium anfing. Drei Jahre später wieder, und zwar für den PKW-Führerschein. Irgendwann zu Anfang der 1980er Jahre ließ ich mich dann zum Betriebssanitäter (gerufen wurde aber immer der “Sanitöter!“) breitschlagen. Irgendwie bin ich dabei geblieben, immer wieder mit den Auffrischungskursen und so. Ich habe derartige Kenntnisse zum Glück noch nicht wirklich oft gebraucht, doch in einigen Fällen war ich echt froh, auf das Erlernte zurückgreifen zu können. Kürzlich hatte ich wieder so einen Ersthelfer-Auffrischungskurs und da ist mir wirklich was aufgefallen. Nein, nicht die Änderungen in der Vorgehensweise, die es immer wieder alle paar Jahre gibt. Die zähle ich zum Standard. Aufgefallen ist mir, dass alle diejenigen, die mit Erster Hilfe (wozu ich mich zähle) oder Rettungsdienst häufiger zu tun haben, doch einen gewissen, rabenschwarzen Humor an den Tag legen. Derart, dass das von Außenstehenden als echt böse betrachtet werden könnte und der o. e. Ruf nach dem “Sanitöter!” zählt da noch mit zu den harmlosesten Äußerungen. Also: Alles, was jetzt kommt, ist nicht ernstgemeint. Aber solche makabren Sprüche fallen tatsächlich. Überall. Täglich!

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