Technik

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Seit März diesen Jahres habe ich beinahe täglich im Garten eine Wildkamera im Einsatz, also fast schon sieben Monate lang. Streng genommen ist es allerdings bereits die zweite Kamera dieser Art, denn trotz Schutzart IP54 ist die erste Kamera im April von einem typisch norddeutschen Gewitterguss glatt ersäuft worden. Der Umtausch auf Garantiebasis ging allerdings problemlos und äußerst prompt vonstatten. Jedenfalls ist es m. E. mal an der Zeit, ein paar Erfahrungen zum Umgang mit einer Wildkamera zum Besten zu geben. Damit, das Teil irgdendwo hinzuhängen, ist es nämlich absolut nicht getan. Was also muss man beachten? Das sind zunächst erst einmal
- der Standort und
- die Einstellungen.
Beide Faktoren sind entscheidend dafür, ob man brauchbare Fotos der nächtlichen Besucher erhält oder ob nicht.

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Dual-Use-Probleme – das ist, wenn etwas missbräuchlich verwendet werden kann. Beispiel Hammer: Man kann ihn verwenden, um einen Nagel in die Wand zu schlagen. Man kann damit aber auch jemandem den Kopf einschlagen. Beispiel Jagdgewehr: Man kann es zur Jagd auf die künftige Nahrung benutzen. Man kann damit aber auch jemanden erschießen. Derartige Dual-Use-Probleme sind für uns unschwer vorstellbar, weil man sie mit ganz bestimmten, fass- und sichtbaren Gegenständen – hier der Hammer und das Jagdgewehr – in Verbindung bringt. Doch was ist, wenn der Gegenstand nicht fassbar und nicht sichtbar ist? Nehmen wir dazu als Beispiel mal das Jackson-Ramshaw-Experiment aus dem Jahr 2001. Zwecks Ungezieferbekämpfung wurde ein Mäusepockenvirus um das Interleukin-4-Gen (IL-4) ergänzt. Resultat: Letalität 100%, selbst bei den geimpften Tieren. Und wenn das ein skrupelloser Irrer mit einem Humanvirus täte? Doch derartige Risiken werden verdrängt. Weil sie nicht sicht- und nicht fassbar sind.

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Technik kann sehr nützlich sein. Was wir diesbezüglich heute als selbstverständlich betrachten, da dachten wir vor dreißig Jahren noch nicht mal im Traum dran und so hat die Technik auch Einzug bis in die letzten und privatesten Lebensbereiche gehalten. Ich bin wirklich kein Technikmuffel – ganz im Gegenteil sogar – aber ich frage mich, ob so ein permanenter, unbedarfter, selbstverständlicher Umgang mit jeglicher Technik wirklich noch nutzbringend ist oder ob er nicht vielleicht doch in eine gewisse Form von Abhängigkeit und Unselbständigkeit führt. Nehmen wir einfach mal ein simples Funkloch, in dem kein Handynetz da ist. Dann flackert bereits eine gewisse Panik in den Augen des stolzen Smartphonebesitzers auf.

Jetzt nochmal ein Smartphone-Beitrag, und zwar speziell über die Kamera des Motorola (Lenovo) Moto G4 Plus. Als ich mir zwangsläufig ein neues Handy zulegen musste, da schwankte ich zwischen zwei Geräten in vergleichbarer Preisklasse und entschied mich schließlich für das etwas teurere Teil mit der besseren Kamera. Die macht übrigens auch den Unterschied zwischen dem einfachen G4 und dem G4 Plus aus – beim G4 Plus sind es 8MP für die Front- und 16MP für die Rear-Kamera. Ich hab’s nicht bereut. Eines allerdings muss von vornherein völlig klar sein: Ein Handy ist zum Knipsen da und nicht zum Fotografieren. D. h. mit einer guten Bridge oder gar einer DSLR kann es schon alleine deswegen keinesfalls konkurrieren, weil die Optik das bauartbedingt niemals hergibt. Mit simplen Digiknipsen hingegen kann das G4 Plus durchaus konkurrieren und ich kenne Billigkameras, die von diesem Handy spielend in den Schatten gestellt werden. Kamera und die zugehörige Motorola-App bilden eine Einheit und um die soll es hier gehen, denn inzwischen habe ich auch mal die Zeit gefunden, um mich etwas intensiver mit dem Ding zu beschäftigen.

Unser Komposter im Garten sah in den vergangenen Wochen ja häufiger wie ein Handgranaten-Wurfstand aus: Zerwühlt, der Inhalt im Garten verteilt und sogar richtige Gänge darin. Nun wollte ich wissen, wer dafür verantwortlich ist. Wie macht man das? Mit einer Wildkamera. Die habe ich mir von einem Bekannten für rund zwei Wochen geliehen (Danke, Andreas!). Letzte Nacht kam sie erstmals zum Einsatz. Auf den Bildern fand ich dann aber nur die üblichen Verdächtigen, die auch tagsüber zugange sind, nämlich Spatzen, Elstern und Krähen. Aber die Kamera bleibt weiterhin im Einsatz und eigentlich ist das ja auch eine gute Gelegenheit für einen kleinen Testbericht von so ‘nem Teil.

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Im Beitrag über die Kompetenzen scheine ich mich missverständlich ausgedrückt zu haben, als ich das Fachwissen über die Kompetenz, besagtes Fachwissen erwerben zu können, stellte. Das Wichtigste an der ganzen Sache ist nämlich das Denken in Zusammenhängen. Das aber ist m. E. ohne vorhandenes Fachwissen nicht machbar. Ich will einmal versuchen, das am Beispiel der Chemie darzustellen, und zwar gleich aus zwei Gründen: Weil ich selbst eine chemische Ausbildung genossen sowie über ein Vierteljahrhundert lang in dem Beruf gearbeitet habe und weil in meinem entfernteren Bekanntenkreis zwei angehende Chemieingenieure ihr Studium abbrachen, weil es ihnen zu schwierig wurde. Sie hatten die Komplexität der Materie schlichtweg unterschätzt. Von der Schule her weiß man: “Chemie ist, wenn es knallt und stinkt!” Leider verhält es nicht annähernd so einfach.

Vorsicht, denn heute kommt wieder einmal ein Fachbeitrag! Aber einer, den vielleicht jeder irgendwie und irgendwann mal gebrauchen kann und der mir persönlich am Herzen liegt, weil ich diese Methodik für schlichtweg genial halte. Im Beitrag über die “Statistik einmal anders” hatte ich ja als Stichwort bereits die “Faktorenversuchsplanung” genannt. Was ist damit gemeint? Um es mal in aller Kürze und in aller Deutlichkeit auszudrücken: Arbeits- und Kostenerleichterung. Jedem dürfte klar sein, dass man herkömmliche Versuche – ganz gleich in welcher Wissenschaft oder Branche – so aufbauen kann, dass man von Versuch zu Versuch immer nur einen der beteiligten Parameter verändert. Aus der Differenz beider Versuchsergebnisse ergibt sich dann der Einfluss des betreffenden Parameters. Anders ausgedrückt: Kocht die Hühner-Nudelsuppe einmal mit und einmal ohne Carolina Reaper. Der RTW-Einsatz bei Nicht-Chiliheads macht dann den Unterschied und damit den Einfluss des Parameters “Carolina Reaper” aus. Diese Art von Versuch kennt jeder, denn das ist die Standardvorgehensweise: Der so genannte “Einfaktorenversuch”.

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