Video

Manchmal – insbesondere bei raschen Abläufen – kommt man mit Fotos nicht weiter. Einfach deswegen, weil’s zu schnell geht. Dann kann man filmen. Anschließend hat man ein Video. Aus dem lassen sich per Schnappschuss Einzelbilder entnehmen, aber das kann zum ziemlich zeitaufwändigen Glücksspiel ausarten. Ich habe diese Erfahrung ja nun schon häufiger bei der Fotografie von Blitzen gemacht. Wäre es nicht einfacher, wenn man mit irgendeinem Software-Tool automatisch alle Bilder aus einem Video extrahiert und sich hinterher nur die paar Aufnahmen raussucht, die man wirklich haben will und anschließend den Rest gleich wieder löscht? Eigentlich müsste das doch gehen … – und so machte ich mich auf die Suche nach entsprechenden Tools. Ich fand einige, allerdings basierten die wieder überwiegend auf der mühsamen Schnappschuss-Technik.

Manchmal kommt man ja in die Verlegenheit, dass man ein Video haben möchte, es aber nur aus einzelnen Puzzleteilen besteht – bspw. so, wie längere Filme hin und wieder bei Youtube in Teil 1 bis Teil XY zerstückelt sind. Sofern bei den einzelnen Teilen das gleiche Videoformat vorliegt – also bspw. 720*544px mit gleicher Framerate – kann man unter Windows die portable Freeware Avidemux zum Verketten der Filmschnipsel verwenden. Besagte Schnipsel liegen vorzugsweise im AVI-Container vor (allerdings unterstützt Avidemux auch ein paar andere Container wie bspw. MP4, so dass es damit eigentlich auch funktionieren müsste – aber das habe ich nicht ausprobiert).

Virenscanner sind recht nützlich, mitunter aber auch voll ätzend. Es ist mir nämlich schon mehr als nur zwei- oder dreimal passiert, dass ein Virenscanner ein Programm ohne nähere Angabe von Gründen (die “heuristische Prüfung” akzeptiere ich nämlich nicht als Grund) aus dem Verkehr zieht. Und zwar so gründlich, dass weder die Wiederherstellung noch das Ausschließen von künftigen Scans möglich ist. Frei nach Johny Goethe: “Bist du nicht willig, so brauch’ ich Gewalt – und mach’ dich kalt!” Zumeist handelt es sich dabei um Programme, welche einen klitzekleinen, vermeintlichen “Fehler” aufweisen, indem die einen mühsam aufgebrachten Kopierschutz – i. d. R. nicht mehr als eine Art von Kindersicherung – schlicht überlesen. Man kann solche Programme jahrelang problemlos verwenden – bis irgendwann der Scanner heimtückisch zuschlägt: Honi soit qui mal y pense (ein Schuft, wer Böses dabei denkt).

Es soll ja Fernseher geben, die 2D-Filme in Echtzeit in 3D-Filme umwandeln können: Gibt’s sowas auch für den Computer? Beim Stöbern im Netz bin ich auf die chinesische Windows-Freeware “QQPlayer” gestoßen, die auch für Android verfügbar ist. Wie der Player sich unter Android macht habe ich nicht ausprobiert. Die Windows-Version jedenfalls rechnet ein 2D-Video in Echtzeit in ein 3D-Anaglyphen-Video um. Die Software kommt als 31,4-MB-Installer und sitzt nach der Installation unter “Programme(x86)/Tencent”. Sie beansprucht knapp 110 MB an Plattenspeicher.

Der Download von WebM-Videos ist mit dem Video DownloadHelper ja zugegebenermaßen katastrophal. Soeckechen hatte kürzlich in einem Kommentar als Alternative den Video Downloader Professional vorgeschlagen. Den habe ich in der kostenlosen Version ausprobiert und leider funktioniert der trotz ausgiebiger Rumprobiererei bei mir nicht. Folglich ging die Suche weiter und nach ein paar Versuchen mit unterschiedlichen Downloadern bin ich schließlich bei “Youtube Download Plus” hängen geblieben: Dann eben anders! Und anders funktioniert dieses Addon für Firefox wirklich! Geht so: Zuerst in Firefox unter “Extras/ Add-ons” die Addon-Seite aufrufen. Dann im Suchfeld rechts oben “Youtube Download Plus” eingeben und auf der Trefferliste “Installieren” anklicken. Binnen Sekunden ist in der URL-Zeile ein Pfeil-nach-unten-Symbol vorhanden. So lange noch kein Video abgespielt wird, ist es grau hinterlegt. Man ruft nun Youtube mit dem gewünschten Video auf und das Symbol verfärbt sich rot.

Google hat bereits vor Jahren damit begonnen, alle Youtube-Videos in das m. E. voll ätzende WebM-Format umzufummeln. Dieses Format wird zwar unter Firefox vom Video DownloadHelper unterstützt, aber das ist eine genauso ätzende Geschichte, weil es ewig dauert. Richtwert (zumindest bei meinem Rechner) 1 Stunde pro 5 Minuten Video. Am Ende hat man dann aber ein *.webm-Video auf der Platte liegen. Dieses mongolische Format harrt nun noch der Konvertierung in ein zivilisiertes (d. h. hochkompatibles) Videoformat, also MP4 oder AVI oder sowas.

Bei Cams und Handys kommt es mitunter vor, dass ein damit aufgenommenes Video um 90° gedreht ist. Um sich das ansehen zu können, muss das Video folglich umgedreht werden. Wie geht das? Ganz einfach mit der Windows-Freeware “Freemake Video Converter“, über die ich HIER ja schon einmal etwas geschrieben hatte. Ihr müsst bei dieser Freeware eben bloß bei der Installation etwas aufpassen, um nicht mit unerwünschten Softwarezugaben “beglückt” zu werden. Nun zum Umdrehen des Videos.

vidum1

Ihr startet den Freemake Video Converter und klickt oben links auf “Video”, um das umzudrehende Video zu laden.

vidum2

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